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Snapchat-Azubi-Recruiting
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Snapchat-Recruiting

Unternehmen fahren neue Geschütze auf

Lisa Oenning, wiwo.de
Über Snapchat will Supermarktkette Rewe potenzielle Auszubildende auf sich aufmerksam machen. Das ist geschickt: Der Messenger wächst rasant. Doch das Potenzial sozialer Medien haben laut einer Studie erst wenige Unternehmen erkannt.
Stellenanzeigen waren gestern. Snapchat ist heute. Zumindest bei der Supermarkt-Kette Rewe. Die Personalabteilung hat jetzt beim Instant-Messaging Dienst einen Account, um Auszubildende anzuwerben. "Snapchat ermöglicht es uns, unsere Zielgruppe direkt anzusprechen. Wir müssen dort sein, wo die jungen Menschen unterwegs sind", sagt ein Unternehmenssprecher WirtschaftsWoche Online.

Bewerberzahlen gehen zurück
 
Zum Start des neuen Ausbildungsjahres hat Rewe 2.000 Lehrlinge in der Zentrale, in der Logistik und in den Märkten eingestellt. Obwohl der Lebensmittel-Konzern zu den größten Ausbildungsbetrieben Deutschlands gehört, kann er es sich nicht mehr leisten, nur auf Stellenausschreibungen zu setzen. Der demografische Wandel und die steigende Zahl der Studenten sind zwei wesentliche Gründe dafür, dass die Bewerberzahl auch bei Rewe zurückgeht. "Wir schaffen es aber weiterhin größtenteils, unsere Stellen zu besetzen", sagt ein Sprecher.
 
Dafür legt sich die Supermarkt-Kette mächtig ins Zeug. Sie wirbt nicht nur mit Übernahmegarantie und Tablets für Auszubildende. Die Bewerber und Lehrlinge können die Personalabteilung auch schon seit Längerem über Facebook und WhatsApp erreichen.

Instant-Messaging auf Wachstumskurs

Die neue Präsenz des Lebensmittelhändlers auf Snapchat ist geschickt: Der Nachrichtendienst gehört aktuell zu den am stärksten wachsenden Messengern. Während laut Destatis 2014 gerade einmal 13 Prozent aller 14- bis 27-Jährigen Snapchat regelmäßig nutzten, waren es ein Jahr später fast dreimal so viele.

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