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Gute Laune im Job
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Gesundheitsmanagement

Spaß bei der Arbeit – ganz einfach

Ferdinand Knauß, wiwo.de
Manager sind für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter mitverantwortlich. Sie sollten daher einige Prinzipien der gesundheitsbewussten Führung beachten. Das zahlt sich aus.
Vorgesetzte können durch das, was sie sagen und tun, das Stressempfinden ihrer Mitarbeiter stark beeinflussen. Das war eine zentrale Erkenntnis des Stressreports 2012 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Sie können den Stress abfedern – oder im schlimmsten Fall verstärken.

Man muss kein Leser von Ratgeber-Literatur und Management-Zeitschriften sein, um zu merken, dass die Gefährdung der Gesundheit – vor allem der psychischen – am Arbeitsplatz eines der großen Gesellschaftsthemen der Gegenwart ist. Kein Wunder also, dass sich Psychologen immer stärker der Arbeitswelt widmen.
 
Vorteilhafte Prinzipien

"Leistung oder Gesundheit: Psychologische Konzepte für die gestresste Gesellschaft" war das Thema des 24. Kongresses für Angewandte Psychologie in Berlin, den der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) organisierte und über den die Zeitschrift "Wirtschaftspsychologie Aktuell" berichtet.

Aus den Vorträgen lassen sich einige Prinzipien für eine Führung destillieren, die Mitarbeiter psychisch gesund erhält und damit deren Arbeitsfreude befördert.

1. Belastung beobachten
Stress ist die Reaktion eines Menschen in Gedanken, Gefühlen und Verhalten auf psychische Belastungen. Das kann das Fehlen von Handlungsspielraum sein, widrige Arbeitsabläufe oder als negativ empfundene soziale Beziehungen. Wer erkennen will, ob Mitarbeiter gefährdet sind – wozu das Gesetz den Arbeitgeber verpflichtet – muss daher vor allem diese Belastungen beobachten.

Isabel Rothe, Psychologin und Präsidentin der BAUA empfiehlt Aufmerksamkeit vor allem unter folgenden Bedingungen, die am ehesten krank machen:
  • einfache Tätigkeiten (zum Beispiel Kassieren), bei denen der Arbeitsdruck groß und die Ressourcen (zum Beispiel persönliche Motivation) sehr begrenzt sind;
  • wenn eine Führungskraft für viele Mitarbeiter verantwortlich ist;
  • überlange Arbeitszeiten und fehlende Erholung;
  • betriebliche Umstrukturierung, die von Mitarbeitern verlangt, viele zusätzliche Aufgaben zu übernehmen.


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