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Konfliktmanagement
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Konfliktmanagement

So beruhigt der Chef die Gemüter

Lisa Oenning, wiwo.de
Zoff unter Mitarbeitern hat Folgen für Unternehmen. Denn die Streithähne arbeiten langsamer und haben mehr Fehlzeiten. Konfliktmanagement-Experte Timo Müller weiß, wann Chefs einschreiten müssen und welche Fettnäpfchen sie vermeiden sollten.
Bis zu 15 Prozent der Arbeitszeit verbringen Angestellte laut einer Studie des Beratungsunternehmens KPMG mit Streitereien. Konflikte ziehen Fehlzeiten, Kündigungen und geringere Arbeitsqualität nach sich – und führen selbst für einzelne Unternehmen zu Kosten in Millionenhöhe. Konfliktmanagement-Experte Timo Müller erklärt im Interview, warum es überhaupt zu Zoff am Arbeitsplatz kommt und wie Chefs den Büro-Frieden bewahren können.
 
Was ist der häufigste Grund, wenn sich Kollegen streiten?

Schon Kleinigkeiten können zu großen Konflikten führen. Zum Beispiel Formulierungen. Damit kann eine Person die andere verärgern oder verletzen – ohne dass sie überhaupt die Absicht hatte. Die verletzte Person ist beim nächsten Aufeinandertreffen im Konfliktmodus und schlägt zurück. Danach sind beide Seiten verstimmt. Dann ist es oft schon so weit gekommen, dass sie bei Begegnungen auf dem Flur denken „Den kann ich nicht leiden.“.

Zur Person: Timo Müller leitet das Institut für Konfliktmanagement und Führungskommunikation (IKuF) . Er ist Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und promovierte im Feld der Konfliktforschung. Als Experte für "erfolgreiches Konfliktmanagement", "effektive Feedback-Kommunikation" und "motivierende Führungskommunikation" engagiert er sich im deutschsprachigen Raum. Müller ist Business-Trainer, Vortragsreferent, Konfliktmoderator/-coach und Autor. Er leitet neben den Inhouse-Kursen auch offene IKuF-Kurse in Köln, Hamburg und München.
Wenn sich Kollegen tatsächlich nicht leiden können, knallt es dann nicht zwangsläufig?

Es gibt vier Kommunikationsirrtürmer. Einer davon ist, dass man den anderen als Bösewicht abstempelt, aber gar nicht seine eigene Schuld am Konflikt sieht. Wer das erkennt, kann an seinem eigenen Verhalten arbeiten. Dann ändert auch der vermeintliche Bösewicht teilweise sein Verhalten.

Wie weit kann es führen, wenn ich dabei bleibe, dass der andere "an allem Schuld" ist?

Der Konflikt kann tatsächlich so weit führen, dass die beiden Parteien innerhalb des Teams Konfliktlager bilden und die Seiten sich mit scharfen Worten und Aggressionen angehen. Die versteckte Form ist in diesem Fall der Sarkasmus.

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