Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Arbeitszeitmodelle bei großen Konzernen
Foto: loraks/Fotolia.com
Blickpunkt Dax-Firmen

So arbeitet es sich bei Dax-Konzernen

von Kerstin Dämon, wiwo.de
Daimler denkt über neue Arbeitszeit-Modelle nach und will von den Angestellten wissen, was sie sich für die Zukunft wünschen. Wir haben uns umgehört, wie bei den anderen Dax-Konzernen gearbeitet wird.
Bei Daimler zu arbeiten, ist nicht das Schlechteste: Laut einer Befragung des Kölner Staufenbiel Instituts ist die überwiegende Zahl der Mitarbeiter zufrieden und zudem stolz auf den Autobauer. Es herrscht offenbar ein kollegialer Umgang, die Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Unternehmen. Über die Arbeitsbedingungen, auch was Technik und Ausstattung betrifft, äußern sich Mitarbeiter überwiegend positiv.

Außerdem können die Mitarbeiter in Teilzeit oder im Homeoffice arbeiten, es gibt Elternzeit und Sabatticals und Betriebskitas. Und wenn das Geschäft gut läuft, bekommen auch die Mitarbeiter etwas ab: So zahlte der Dax-Konzern rund 135.000 Tarifmitarbeitern für das Geschäftsjahr 2014 eine Rekordprämie von 4.350 Euro.

Mitarbeiterbefragung zur flexiblen Arbeitszeit

Um den Mitarbeitern noch mehr entgegenzukommen, startet Daimler dieser Tage eine große Mitarbeiterbefragung: Der Autokonzern sucht nach neuen flexiblen Arbeitszeit-Modellen und befragt deshalb nach Ostern die Belegschaft zum Thema "Mobiles Arbeiten". Eine Neuregelung dürfte aber erst im kommenden Jahr in Kraft treten. An Messgrößen wie den in Tarifverträgen niedergeschrieben Arbeitszeiten will Betriebsratschef Michael Brecht allerdings nicht rütteln. "In diesem Punkt sind wir unflexibel", sagte er. Schließlich gehe es hier auch um den Arbeitsschutz. Es dürfe nicht egal sein, wie viel Zeit eine bestimmte Arbeit in Anspruch nimmt.

Stattdessen sollen andere Lösungen gefunden werden. Wie die genau aussehen, wird sich nach der Mitarbeiterbefragung zeigen. Die IG Metall wird den Konzern bei der Umsetzung beraten.
 

Fair Company | Initiative