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Brutstätten für Start-ups: Konzerne als Gründungshelfer
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Firmenbrutkästen

Konzerne als Gründungshelfer

Teil 4: Interessenskonflikte vermeiden

Um solche Streitigkeiten mit ihren Start-ups zu vermeiden, baut die Deutsche Telekom ihre Aktivitäten mit Gründern gerade um. So scheint der Konzern-Inkubator namens Hubraum, der im Februar mit dem Softwareanbieter Flexperto gerade sein neuntes Start-up aufgenommen hat, nur langsam zu wachsen und muss freie Büros an Fremdfirmen vermieten. Die Telekom erklärt dies damit, dass sie ihren Start-ups Flächen für Veranstaltungen zur Verfügung stelle und diese auch schon mal an andere Unternehmen vermiete.

Fest steht jedoch: Der Konzern schließt seinen 1998 gegründeten Risikokapitalfonds T-Venture für neue Investitionen und lässt ihn nur noch das vorhandene Portfolio von rund 100 Start-ups verwalten. Im Gegenzug legt eine neue Konzerntochter namens Deutsche Telekom Capital Partners (DTCP) einen neuen Fonds auf – für Start-up-Investitionen mit einem Volumen von 500 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren. Damit ist er der größte dieser Art in Europa.

Designierter DTCP-Chef wird Vicente Vento, bisher Leiter der Sparte Firmenübernahmen und -verschmelzungen. DTCP sei viel näher an der klassischen Risikokapitalbranche angelehnt – was Interessenkonflikte vermeiden solle.
Dieser Artikel ist erschienen am 14.04.2015
 

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