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Geschenkte Jobs
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Rekrutierung

Geschenkte Jobs

Kerstin Dämon, wiwo.de
Fotos machen, Bewerbungen schreiben, auf ein Gespräch warten – viele Deutsche können sich diesen Teil der Jobsuche offenbar sparen. Laut einer Studie bekamen 42 Prozent schon einmal Post vom Headhunter.
Verkehrte Arbeitswelt – die Unternehmen in Deutschland warten nicht mehr darauf, dass Bewerber ihre Stellenanzeige finden, sie sprechen potenzielle Kandidaten einfach direkt an. Schon vier von zehn Bundesbürgern haben unaufgefordert Job-Angebote erhalten.

"Unsere Umfrage bestätigt, dass der durch den demografischen Wandel ausgelöste Fachkräftemangel längst keine theoretische Diskussion mehr ist, sondern bereits sehr breit in der Bevölkerung wahrgenommen wird", sagt Oliver Back, Geschäftsführer vom Consultinghaus ROC Deutschland. "Erfreulich ist dabei aus Sicht der Unternehmen, dass drei Viertel der Deutschen auch gar nichts dagegen einzuwenden haben, unaufgefordert einen möglichen neuen Job vorgestellt zu bekommen."

Jobangebot per E-Mail 

Hauptsächlich nutzen die Unternehmen E-Mails, um mit ihren Wunschkandidaten in Kontakt zu treten. Jeder vierte Deutsche hatte schon einmal ein derartiges Schreiben in seinem privaten oder beruflichen Mail-Postfach. Das entspricht auch dem Wünschen der Angestellten.

Die Umfrage zeigt, dass 40 Prozent der Befragten von Headhuntern oder Unternehmen am liebsten per E-Mail kontaktiert werden. Jeder dritte möchte dagegen in einem persönlichen Gespräch abgeworben werden, beispielsweise im Rahmen einer Messe. "Die eigene Belegschaft ist also einer der wichtigsten Kanäle im Kampf gegen den Fachkräftemangel", resümiert Back.
 

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