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Freischwimmen für den Job
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Chef sein

Freischwimmer für die Führungsposition

Teil 5: Was man nicht in Harvard lernt


Firmenlenker in spe sollten sich professionell auf Fernsehauftritte vorbereiten, etwa um live bei NTV zu bestehen, rät Bernotat. "Schließlich kann jeder kleine Fehler oder ungeschickte Satz den Aktienkurs in den Keller schicken."

Ein Vorstandschef stehe ganz anders im Fokus der Medien und Interessengruppen als ein Fachvorstand.

Netzwerk- und Imagepflege ist für künftige Firmenlenker oberste Pflicht. "Durch zusätzliches Fachwissen oder neue Managementtheorien dagegen ist noch keiner zum besseren Unternehmenslenker geworden", betont Walter.

Investment in berufliche Fitness

Managernetzwerke, Mentoren oder Coaches können wichtige Starthilfe leisten. Hier bekommen Manager offenes und kritisches Feedback — denn an der Spitze ist es oft sehr einsam.

Allerdings: "Manager zahlen selbstverständlich für ihren Fitnesstrainer, aber in einen Coach für ihre berufliche Fitness investieren die wenigsten", wundert sich Walter von Heidrick.

Der physische und psychische Einsatz, den ein CEO leisten müsse, werde meist unterschätzt. Unternehmenslenker müssten zu allererst lernen, mit ihrer körperlichen und mentalen Energie Haus zu halten, betont Walter. "So etwas lernt man nicht in Harvard."
Dieser Artikel ist erschienen am 05.08.2013
 

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