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Unternehmen geben sich grünes Gesicht.
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Firmen geben sich grünes Gesicht

von Janis Hülder, wiwo.de
Unternehmen zeigen sich gerne als sozial und ökologisch verantwortungsbewusst. Doch tun sie das offenbar eher aus öffentlichkeitswirksamem Kalkül als aus Einsicht in die Notwendigkeit.
Das Bundeministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) widmet dem Thema eine eigene Internetseite "CSR – Made in Germany". Corporate Social Responsibility, die Verantwortung der Unternehmen für Umwelt und Gesellschaft, ist in aller Munde. "Insbesondere für viele Mittelständler ist die soziale Verantwortung seit Generationen Teil ihres Selbstverständnisses", sagte kürzlich der Medienwissenschaftler und Philosoph Norbert Bolz.

Großunternehmen setzen aber nicht so sehr aus Vernunft und purer Nächstenliebe auf ökologische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Eine Umfrage in über 450 Konzernen aus insgesamt elf Ländern, die vom Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt wurde, zeigt, dass vielmehr der öffentliche Druck durch Nicht-Regierungsorganisationen, Umweltverbände und Medien die ausschlaggebenden Treiber für CSR-Maßnahmen sind.

Tue Gutes und rede darüber

Es überrascht denn auch nicht, dass insbesondere die Kommunikationsabteilungen der Unternehmen in die CSR-Umsetzung involviert sind, "denn die Unternehmen ergreifen in erster Linie Maßnahmen, die ihrer Reputation dienen", so heißt es in einer Mitteilung zu den Ergebnissen des International Corporate Sustainability Barometer.

Marktorientierte Maßnahmen, wie etwa die Entwicklung nachhaltigkeitsorientierter Innovationen, spielten hingegen nur eine untergeordnete Rolle.
 

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