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Bespaßer im Job
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Wohlfühlkultur

Feel-good-Manager sind mehr als schlichte Bespaßer

Janis Hülder, wiwo.de
Viele Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass gute Stimmung im Unternehmen nachhaltig den Erfolg der Firma beeinflusst. Feel-good-Manager können helfen, wenn der Spirit sich nicht so recht einstellen will.
Nicht allein aus menschlicher Fürsorge, sondern aus unternehmerischer Vernunft bemühen sich Unternehmen um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter. "Denn die sehnen sich vermehrt nach Sinn und Freude bei der Arbeit", weiß Coach Ingrid Kadisch. Seit mehr als 25 Jahren berät die geschäftsführende Gesellschafterin der Organisationsberatung Kadisch & Partner Führungskräfte und Unternehmen.

"Wir legen den Fokus dabei klar auf die Stärken der Firma oder des Produkts", erklärt sie. Denn die Stärken eines Unternehmens im Bewusstsein seiner Angestellten zu verankern, sei von großer Bedeutung für deren Arbeitsmoral.

"Es macht die Mitarbeiter stolz, zu wissen, wofür sie arbeiten." Nicht Geld allein, sondern Sinnhaftigkeit und Wertschätzung seien entscheidende Faktoren für ihre Zufriedenheit.

Gute Arbeitsatmosphäre immer beibehalten 

Viele Arbeitnehmer beklagen allerdings, dass sie von ihren Vorgesetzten zu selten gelobt, ihre Leistungen zu selten anerkannt würden.

Um dem entgegen zu wirken, setzen Unternehmen immer häufiger auf sogenanntes Feel-good-Management. Der Begriff ist insbesondere bei Startups verbreitet, die Kultur und Arbeitsatmosphäre aus ihrer Pionierphase auch dann noch erhalten wollen, wenn das Unternehmen schnell wächst und neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Ob Google mit seiner für Mitarbeiter kostenfreien Verpflegung das Feel-good-Management begründet hat, lässt sich nicht genau sagen. Tatsache ist jedoch, dass Unternehmen vermehrt Bemühungen anstellen, um das Arbeitsklima zu verbessern.

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