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Mobile Recruiting
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Mobile Recruiting

Fachkräfte erwarten Bewerbung per Smartphone

Kerstin Dämon, wiwo.de
Kaum einer, der heute kein Smartphone nutzt: Mobil wird eingekauft, gesurft und die E-Mails gecheckt. Nur die Karriereseiten und Bewerbungsportale sind nicht mobil. So können Job und Bewerber nicht zusammen kommen.
Wer ein Smartphone hat, kann nahezu alles unterwegs erledigen: den Kontostand checken und die Miete überweisen, den Urlaub oder den Tisch im Restaurant buchen, oder die nächste Busverbindung herausfinden. Entsprechend groß ist der Bedarf, sich auch mobil um einen Job bewerben, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Laut der Jobsuchmaschine Indeed wollen sich 60 Prozent der Deutschen, die derzeit nach einer neuen Stelle suchen, mobil bewerben. Nur: Bei deutschen Unternehmen ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Schon 2013 hatten deutsche Unternehmen kaum Interesse daran, potentiellen Bewerbern da zu begegnen, wo sie sind, nämlich im mobilen Internet.

So stehen Unternehmen zu Mobilem Recruiting

Auch zwei Jahre später hat sich an der ablehnenden Haltung der Betriebe gegenüber dem Mobilem Recruiting nichts geändert: Nur zwölf Prozent der befragten Arbeitgeber haben ihre Job- und Karriereseiten für mobile Endgeräte optimiert. Immerhin: 23 Prozent der befragten Unternehmen planen, in Zukunft eine mobile Version ihrer Karriereseiten anzubieten. 31 Prozent wollen lieber noch ein bisschen abwarten und den Smartphone-Trend beobachten. Gemäß dem Motto: Dieses Internet wird sich nicht durchsetzen. Und sture 34 Prozent zeigten gar kein Interesse am Thema Mobile Recruiting.

Dabei müssen Arbeitgeber heutzutage einfach und schnell erreichbar sein, sonst sind die besten Köpfe weg. "Arbeitnehmer fast aller Altersgruppen greifen zunehmend über Tablet und Smartphone auf Job- und Karriereseiten von Unternehmen zu und erwarten auch, dass Bewerbungsprozesse einfach mobil möglich sind", bestätigt Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed DACH, die Ergebnisse der Studie.

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