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Great Place to Work
Foto: Great Place to Work® Institute, Inc.
Great Place to Work

"Europas beste Arbeitgeber" erhalten Gütesiegel

Eva Neukirchen
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ein gesundes Arbeitsklima und ein guter Draht zur Chefetage – dies alles sind Kriterien, die ausschlaggebend für die Jobwahl sind. Doch wie sollen Bewerber herausfinden, was die Firma zu bieten hat?
Eine Möglichkeit ist die, auf den Titel "Europas beste Arbeitgeber" zu achten. 23 Unternehmen aus Deutschland wurden gestern Abend in Rom mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet.

Jährlich zeichnet das Great Place to Work Institut die 100 besten Arbeitgeber Europas aus. Unterteilt werden die Unternehmen in drei Größenklassen: 50 Unternehmen von 50-500 Mitarbeitern, 25 über 500 Mitarbeiter sowie 25 Unternehmen in der Größenklasse der multinationalen Arbeitgeber.

Multinationale Unternehmen können unter drei Bedingungen an dem Wettbewerb teilnehmen. Zum einen müssen sie mindestens 1000 Mitarbeiter weltweit beschäftigen. Zudem muss 40 Prozent der Belegschaft außerhalb des Landes arbeiten, in dem das Unternehmen seinen Hauptsitz hat. Außerdem muss der Arbeitgeber in mindestens drei europäischen Ländern auf der Bestenliste vertreten sein.

Respekt und Fairness

Unter den 100 besten europäischen Arbeitgebern befinden sich in diesem Jahr 23 deutsche Unternehmen. Beworben hatten sich 25. Bei der unabhängigen Untersuchung durch das Institut wird die Mitarbeiterzufriedenheit durch eine Befragung überprüft.

Great Place to Work untersucht die Arbeitsplatzkultur in den jeweiligen Unternehmen nach Kriterien wie Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist. Beleuchtet wurden 60 Einzelaspekte, die beispielsweise die Beziehungen der Mitarbeiter zu Führungskräften, Kollegen und zum Unternehmen bestimmen.

Gefragte Mitarbeitermeinung

"Das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung fließt zu zwei Dritteln in die Gesamtbewertung ein, ein Drittel macht die Qualität und Vielfalt der Maßnahmen zur Gestaltung der Arbeitsplatzkultur aus", erklärt Cagdas Orhan von Great Place to Work.

Beispiele für letztere seien unter anderem die Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, individuelle Entwicklungsangebote, Beteiligungssysteme, Maßnahmen der Gesundheitsförderung oder auch gemeinsame soziale Events.

 

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