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Weiterbildung
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Weiterbildung

Die Grenzen der Digitalisierung

Lisa Oenning, wiwo.de
Jedes zehnte Unternehmen schult seine Mitarbeiter laut einer Umfrage digital. Dabei kommt die Weiterbildung via PC oder Tablet nur für wenige Jobs in Frage. Warum praktische Seminare so wichtig für Mitarbeiter sind.
In einem von zehn deutschen Unternehmen müssen Mitarbeiter nicht einmal den Arbeitsplatz verlassen, um sich weiterzubilden: Über Computer, Tablet oder Smartphone nutzen sie Lernprogramme, nehmen an Online-Seminaren teil oder schauen interaktive Videos. Vorbei sind die Zeiten in diesen Betrieben, in denen die Angestellten teilweise mehrere Stunden den Worten eines Dozenten in einem überfüllten Seminar-Raum lauschen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Digitalverbandes Bitkom, der 500 Personalverantwortliche deutscher Unternehmen zu ihrer Weiterbildungsstrategie befragt hat.

Demnach sind digitale Weiterbildungen selbst in den Unternehmen beliebt, die weiterhin auf klassische Qualifizierungsmöglichkeiten setzen: Zwei Drittel aller befragten Betriebe gaben an, externe Seminare oder hausinterne Schulungen zu nutzen.

Online-Seminare günstiger als der Dozent

Zu der Weiterbildungsstrategie genauso vieler Unternehmen gehört es laut Untersuchung aber auch, digitale Lernprogramme oder online-gestützte Angebote einzusetzen. Am beliebtesten: webbasierte Lernprogramme, gefolgt von klassischen PC-Programmen und Online-Seminaren.

Diese Online-Seminare können individuell an die Kenntnisse des Mitarbeiters angepasst werden, der Angestellte kann sie jederzeit und überall nutzen – und: Auf lange Sicht sind sie vor allem auch günstiger als ein Dozent. "Zwar muss der Betrieb erst einmal in die digitalen Programme investieren, aber langfristig sind sie preiswerter als ein Coach", sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bundes, welcher der freie Träger der Jugend-, Bildungs- und Sozialarbeit ist.
 
Die Kosten-Nutzen-Rechnung wird vor allem an einem Extrem-Beispiel deutlich: Das digitale Programm kann zumindest in der Theorie täglich kostengünstig aktualisiert und somit an den Wissensstand des Mitarbeiters angepasst werden. Ein Coach müsste sich dagegen täglich schulen, um permanent über den aktuellen Stand auf seinem Themengebiet informiert zu sein – und mit der digitalen Konkurrenz mitzuhalten. Solche Dozenten gibt es zwar, aber: "So ein Spitzencoach ist für die Mehrheit der Unternehmen kaum bezahlbar", sagt Fojkar.
 

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