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Chef, so bitte nicht!
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Anti-Tipps

Chefs, so geht's nicht!

Anne Ritter
Sie dominieren, diskriminieren und ignorieren: unausstehliche Chefs. Bei ihren Mitarbeitern lösen sie Stress, Ängste und sogar Krankheiten aus. Ohne es zu merken, treiben sie einen Angestellten nach dem anderen in die Kündigung und schaden damit auch dem Unternehmen.
An diesem Tag ist es der Mitarbeiterin einer Werbeagentur in Düsseldorf ein schnippischer Kommentar zu viel: In einem subtilen Akt der Revolte mischt sie ihrer Chefin, die gerade Süßes fastet, einen Esslöffel Zucker in den Kaffee. Mit Genugtuung beobachtet sie, wie die zickige Chefin ihr Getränk Schluck für Schluck genießt.

Ähnlich verhält sich die Angestellte einer Kölner Kommunikationsagentur, die ihre Kündigung jeden Arbeitstag bei sich trägt, weil ihr das Gefühl, jeden Moment gehen zu können, "die Kraft gibt, über den Tag zu kommen".

Kreative Kündigungen

Beispiele wie diese zeigen, dass Menschen, die an ihren Vorgesetzen leiden, kreativ werden, um den alltäglichen Frust am Arbeitsplatz zu ertragen. Karriere.de hat mit Angestellten gesprochen, die ausschließlich wegen ihrer Vorgesetzten gekündigt haben – innerlich oder äußerlich.

Sie wollen nicht über ihre Chefs lästern oder mit skurrilen Geschichten unterhalten, sondern schlichtweg gehört werden: In der Hoffnung, dass Führungskräfte ihr Verhalten hinterfragen und überlegen, wie sie ihre Mitarbeiter positiv unterstützen können.

Um die Interviewpartner vor Repressalien zu schützen, sind ihre Beschreibungen anonymisiert in Mustertypen eingeflossen. Hier sind die fünf Chefs, die ihre Angestellten in die Kündigung getrieben haben:
 

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