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Start-up-Inkubatoren
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Milliarden-Investitionen

Auf der Jagd nach dem "next best thing"

Kerstin Dämon, wiwo.de
Konzerne investieren in Start-ups, um von deren Innovationen zu profitieren. Die ersten haben diese Strategie zwar schon wieder aufgegeben, trotzdem investiert niemand mehr in Start-ups als die Deutschen.
Es geht um nichts geringeres, als "The next big thing": Die nächste Erfindung, die nächste Idee, die alles auf den Kopf stellen wird, so wie es das iPhone von Apple mit der Kommunikation getan hat. Oder – noch etwas früher – das Rad. Und: Die großen Konzerne sind sich mittlerweile einig, dass nicht sie es sein werden, die dieses "große Ding" (er)finden werden.

Irgendein kleines Internet-Start-up, geführt von ein paar kalifornischen Hipstern, wird den großen Wurf machen. Oder eine kleine Klitsche aus einem Berliner Hinterhof. 2007 haben das bereits die Brüder Samwer erkannt und mit ihrer Holding Rocket Internet in verschiedene Start-ups investiert. Das berühmteste Projekt aus dem Hause Rocket ist Zalando.

Die Jagd ist eröffnet

Mit der üblichen Verzögerung hat der Gedanke, dass es sich lohnen könnte, in Ideen zu investieren, die dem eigenen Geschäftsmodell gefährlich oder nützlich werden könnte, auch bei den deutschen Großkonzernen breit gemacht. Seitdem ist Einhornjagd angesagt: Die Jagd auf das eine Start-up, das eine Milliarde Dollar Wert sein könnte. Die Jagd auf den Erfinder des "next big things".

Jeder, der etwas auf sich hält, hat ein eigenes Lab, castet Start-ups, richtet Accelerator-Programme ein. Natürlich auch das mit der typisch deutschen Gründlichkeit: Insgesamt haben deutsche Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren 1,3 Milliarden Dollar in Corporate-Venture-Capital investiert. Dies entspricht 24 Prozent der gesamten Venture-Capital-Investitionen deutscher Investoren.
 

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