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Pre-MBA

Wirtschaftsstudium zur Probe

Axel Gloger
Warum gleich den teuren MBA buchen? Die Grundkenntnisse bieten Schulen auch in Kursen à zwei Wochen. Das Reinschnuppern ist aber nicht billig.

Foto: bellemedia/Fotolia

Probierpackung

Im Handel sind sie gang und gäbe – die Probepackungen. Die Parfümerie verteilt Parfum in Kleinflakons, die Tankstelle hat Schokolade in 40-Gramm-Tafeln im Regal. Sie sind kleiner als das Original und sollen Kunden ansprechen, die sich noch nicht auf den Kauf des Originals festlegen wollen.

Dasselbe gibt es auch beim Managementstudium mit dem Abschluss Master of Business Administration (MBA): Eine Art Schnupperkurs für alle, die nicht wissen, ob sie sich gleich auf mindestens ein Jahr festlegen wollen.

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Die häufig als "Pre-MBA" bezeichneten Programme bieten Inhalte aus dem MBA im Kleinformat und sind oft in Portionen à zwei oder drei Wochen zu haben. Der Pre-MBA ist für die Wirtschaftshochschulen ein Marktöffner.

Pre-MBA noch Mangelware

Die Schweizer Universität St. Gallen fährt die Appetithappen-Strategie, die amerikanischen Wirtschaftshochschulen senden mittels der Vorprogramme die Botschaft aus, dass "der MBA gar nicht so schwer" ist.

Sie geben darin potenziellen MBA-Studenten das Rüstzeug, die als schwierig geltenden Aufnahmetests zu schaffen. Eine Massenbewegung ist der Pre-MBA noch nicht.

 

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