Hochschulen
Wie man aus Studenten Gründer macht
Marcel Berndt, wiwo.de
Unternehmergeist ist der Motor der Wirtschaft. Nicht nur der Staat fördert mittlerweile aktiv die Gründungskultur an den Universitäten, sondern auch Unternehmen. Der Henkel-Konzern zum Beispiel belohnt mit einem Wettbewerb außergewöhnliche Ideen.

Foto: olly / Fotolia.com
Eine zündende Idee
Die Geschäftsidee kam Martin Ostapczuk während des Nachhilfeunterrichts. Als Medizinstudent erkannte er, dass viele seiner Kommilitonen wenig Ahnung von Statistik haben.
Statistik-Kurse sind zwar obligatorisch, aber die meisten angehenden Ärzte, und nicht nur die, können die Theorie nicht umsetzen. Das merken sie spätestens bei der Abschluss-Arbeit, wo sie ohne Statistiken nicht weit kommen.
Hier gibt es Bedarf für professionelle Hilfe, erkannte Ostapczuk. Mittlerweile ist er 33 Jahre alt, hat einen Doktor-Titel erworben und eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Mit Statistik Geld verdienen
Und er ist Unternehmer. Mit seinen Institutskollegen Sebastian Ullrich (29) und Adrian Hoffmann (27) gründete er im April die ".05 Statistikberatung". Schon im ersten Monat ihres Bestehens hatten sie zehn Beratungen und einen dreitägigen Kurs für Doktoranden an der Medical Research School der Düsseldorfer Uni im Auftragsbuch.
Pro Kurs erhalten sie 1500 Euro, für Einzelberatungen verlangen sie 79 Euro pro Stunde. Die komplette Auswertung von Statistiken kostet bei ihnen je nach Umfang 349 oder 599 Euro. "Wir betreiben das Unternehmen nur nebenberuflich, aber man könnte davon leben", sagt Ostapczuk.