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Interview Margret Suckale

"Wie Kabarett oder tolles Theater"

Stefanie Hergert
Margret Suckale, Vorständin beim Chemiekonzern BASF, sprach mit Stefani Hergert über die drei Buchstaben MBA auf der Visitenkarte, Respekt vor der BWL und die Art, wie Amerikaner unterrichten.

Foto: Peter Atkins/ Fotolia

Sie haben Ende der 90er-Jahre den MBA für erfahrene Führungskräfte gemacht. Wie wichtig sind die drei Buchstaben auf der Visitenkarte?


Die drei Buchstaben stehen nicht auf meiner Visitenkarte. Das war auch nicht das Ziel. Ich wollte mich vielmehr fachlich und persönlich weiterentwickeln: Nicht nur lebenslanges Lernen predigen, sondern es auch selbst tun. 

Was bringt einer Juristin wie Ihnen der MBA? 

BASF Industrial Relations Director Margret SuckaleFoto: BASF
In meiner Zeit war das Studium noch sehr stark auf die klassischen juristischen Berufe ausgerichtet. Ich wollte auch ursprünglich Richterin werden, habe mich dann aber entschieden, als Justiziarin in die Wirtschaft zu gehen. Später war ich dann immer häufiger in betriebswirtschaftliche Entscheidungen eingebunden. Das MBA-Studium war für mich deshalb eine ideale Gelegenheit, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge berufsbegleitend zu vertiefen. 

Sie haben einmal gesagt, im MBA wurde Ihnen klar, dass Betriebswirte auch nur mit Wasser kochen. Nützt das Programm inhaltlich so wenig?

Ich hatte anfangs Zweifel, ob ich als Juristin mit dem betriebswirtschaftlichen Studium zurechtkomme. Die Denkweise ist schließlich sehr unterschiedlich. Ich habe immer noch viel Respekt vor der Betriebswirtschaft, aber heute kann ich mit meinen Kollegen ganz anders diskutieren. 



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