Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
MBA

WHU plant neues Teilzeit-Programm

Stefani Hergert
Die WHU in Vallendar wagt den Sprung über die Landesgrenze nach Nordrhein-Westfalen. In welcher Stadt das neue Teilzeitprogramm künftig angeboten werden soll, steht noch nicht fest. Pläne, eine Außenstelle in Frankfurt zu eröffnen, sind dagegen gestoppt.
Die WHU in VallendarFoto: © PR WHU – Otto Beisheim School of Management
Die Pläne für einen Teilzeit-MBA der WHU Otto Beisheim School of Management werden konkret. Die Hochschule aus dem rheinland-pfälzischen Vallendar plant den Sprung über die Landesgrenze. "Wir werden mit dem Teilzeit-MBA in eine Großstadt in Nordrhein-Westfalen gehen", sagte WHU-Rektor Michael Frenkel dem Handelsblatt. Man prüfe verschiedene Standorte.Im vergangenen Jahr hatte Frenkel angekündigt, dass die WHU mit einem Teilzeitprogramm für junge Nachwuchsführungskräfte an den Start gehen will. Etwa 35 000 Euro soll das berufsbegleitende Programm, das komplett in englischer Sprache unterrichtet wird, kosten - so viel wie auch der Vollzeit-MBA.

Die besten Jobs von allen

Die Seminare und Vorlesungen finden am Wochenende statt, einzelne Auslandsmodule, für welche die Teilnehmer eine Woche an Partnerhochschulen gehen, sind ebenfalls geplant. Die Partner habe man schon gefunden, sagt Frenkel. Die Studenten werden aber keine zwei Abschlüsse erhalten, sondern nur den MBA-Titel der WHU.NRW ist ein interessanter und attraktiver Standort für die WHUDass die Hochschule mit dem Teilzeit-MBA in ein anderes Bundesland geht, hat einen einfachen Grund. NRW ist attraktiv, viele potenzielle MBA-Studenten leben und arbeiten hier, die man nur schwer dafür begeistern kann, jedes Wochenende nach Vallendar zu fahren. Doch die WHU kann den MBA nicht einfach in NRW auflegen, sondern muss entweder eine Kooperation mit einer Hochschule vor Ort eingehen oder eine Abteilung, eine Art Außenstelle, gründen. Das seien die gängigsten Wege, heißt es aus dem NRW-Wissenschaftsministerium.Letzteres ist wahrscheinlich. "Derzeit planen wir nicht, das Programm in Kooperation mit einer Hochschule in NRW durchzuführen. Vielmehr wollen wir dies in Eigenregie organisieren", sagt Frenkel.Teilzeitprogramme sind ein Trend im deutschen MBA-Markt. Vor kurzem hat die Gisma Business School in Hannover die ersten 20 Studenten ihres neuen Wochenend-MBAs begrüßt. Auf 20 bis 35 Teilnehmer im ersten Jahrgang hofft WHU-Rektor Frenkel. Der soll schon Ende 2010 oder Anfang 2011 beginnen - ein ambitionierter Plan.Die Pläne der WHU, eine Außenstelle in Frankfurt zu eröffnen, sind damit erst einmal auf Eis gelegt. "Wir schließen nicht aus, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt auch nach Frankfurt gehen. Aber momentan konzentrieren wir uns auf eine andere Region", sagt Frenkel.
Dieser Artikel ist erschienen am 10.03.2010
 

Fair Company | Initiative