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Wohnungsmarkt

WG-Zimmer gesucht

Anne Ritter
Mit dem doppelten Abiturjahrgang erreicht die Studienanfängerzahl zu Beginn des Wintersemesters in diesem Jahr ein neues Rekordniveau. Da werden nicht nur die Plätze in den Seminarräumen und Hörsälen knapp – auch der Wohnraum ist begehrt.

Foto: Fotowerk/Fotolia.com

Große Nachfrage 

Während Studenten in vielen ostdeutschen Städten für rund 200 Euro ein WG-Zimmer finden, müssen sie in München oder Stuttgart zum Teil das Doppelte bezahlen

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Öffentliche Träger wie die örtlichen Studentenwerke können die große Nachfrage nach erschwinglichen Zimmern nicht mehr bedienen. Bundesweit erwarten die Universitäten aktuell rund 500.000 Erstsemester, die einem umkämpften Wohnungsmarkt gegenüberstehen. Schätzungen zufolge fehlen etwa 25.000 Wohnheimplätze.

Um eine bezahlbare Bleibe zu finden, suchen viele Studienanfänger nach Zimmern in Wohngemeinschaften (WG). Die Mietpreise für ein WG-Zimmer variieren jedoch deutlich nach Studienort.

Das ermittelte Noknok, das WG-Portal von ImmobilienScout24, in einer aktuellen Mietpreis-Analyse. Als Grundlage für die Berechnung diente die durchschnittliche Warmmiete der jeweiligen Stadt für eine Dreier-WG mit 80 Quadratmetern. 

Hohe Mietkosten

Demnach liegt München mit durchschnittlich 470 Euro für ein WG-Zimmer an der Spitze, gefolgt von Stuttgart mit 383 Euro, Heidelberg mit 382 Euro und Frankfurt am Main mit 381 Euro.

Die Nachfrage bestimmt das Angebot: Auch in den beliebten Studentenstädten Hamburg (353 Euro), Köln (332 Euro) und Münster (294 Euro) sind die Mieten hoch. Im Mittelfeld liegen die Städte Berlin (279 Euro), Bochum (248 Euro) und Bremen (244 Euro).

Besonders günstig wohnen Studierende in Duisburg (224 Euro), Siegen (221 Euro) oder Magdeburg (217 Euro). Die mit Abstand preiswertesten Studentenstädte sind Leipzig (212 Euro) und Göttingen (208 Euro)

Dieser Artikel ist erschienen am 08.10.2012
 

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