Berufsberatung

"Was soll ich bloß werden?"

Dorothee Fricke
Eine gute Berufsberatung, so Uta Glaubitz, helfe, die Frage nach den eigenen Stärken, Schwächen und vor allem auch Träumen zu beantworten und daraus ein passendes Arbeitsfeld abzuleiten. „Das wichtigste Anliegen meiner Arbeit ist es, dass der Teilnehmer am Ende ein konkretes Berufsziel mitnimmt", sagt Glaubitz, „dann muss er oder sie sich selbst auf den Weg machen und den nächsten Schritt angehen, etwa die Recherche nach passenden Studiengängen."Auch bei den Workshops oder Coachings von Einstieg sollen die Teilnehmer vor allem sich selbst besser kennenlernen. „Nicht erwarten kann man, dass der Trainer am Schluss sagt: So, Du wirst jetzt Ärztin", sagt Ina Orth. Im Vordergrund stehe die Frage nach den eigenen Werten und Zielen. Zusätzlich könne je nach Bedarf auch mal ein Vorstellungsgespräch simuliert werden oder geübt werden, wie man sich selbst präsentiert.Ob man lieber einen Gruppenworkshop oder ein Einzelcoaching bucht, hängt vom Einzelfall ab. „Die Rückmeldung von einer Gruppe kann eine zusätzliche Bereicherung sein", sagt Ina Orth, „das ist aber nicht jedermanns Sache." Zudem könne in einer Einzelberatung intensiver auf die individuelle Situation eingegangen werden.Ganz entscheidend für eine erfolgreiche Berufsberatung ist, dass die Chemie zwischen Teilnehmer und Berater stimmt. „Am besten ruft man vorher an und spricht mit dem Berater persönlich", ist der Tipp von Uta Glaubitz. Eine Ausbildung zum Berufsberater gibt es nicht, viele haben einen pädagogischen Hintergrund oder ein Psychologiestudium. Wichtiger ist jedoch, dass ein Trainer oder Coach Erfahrung hat – sowohl in der Beratung als auch durch eine eigene berufliche Tätigkeit zum Beispiel in einer Personalabteilung.Bleibt noch die Frage, wie man als Schüler eine Berufsberatung finanziert, wenn Papa nicht sofort das Portemonnaie zückt. Eine Idee ist, zum Beispiel bei den Großeltern um ein vorzeitiges Geschenk zum Abi anzuklopfen. Das Argument könnte ähnlich wie beim Führerschein lauten: Es ist eine Investition in die Zukunft.Berufsberater findenAnbieter in der Nähe findet man am besten im Internet, indem man in einer Suchmaschine Stichworte wie Berufsfindung und/oder Coaching sowie Abiturienten eingibt. Manchmal bieten auch die Arbeitsagenturen vor Ort Kurzworkshops an. 
www.berufsfindung.de (seite von Uta Glaubitz) 
www.einstieg.com/beratung (Infos zu den Beratungsangeboten von Einstieg).
Dieser Artikel ist erschienen am 22.06.2010

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