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MBA-Tagebuch

Was ein MBA-Studium ausmacht

Jan Illerhues
Handelsblatt-Stipendiat Jan Illerhues macht seinen MBA an der Rotterdam School of Management (RSM) der Erasmus University im niederländischen Rotterdam. Regelmäßig berichtet er auf karriere.de über das Studium und seine Erfahrungen an einer der besten Wirtschaftshochschulen der Welt.
RSM-SchoolStudierende auf dem Woudestein-Campus. Foto: RSM

Learning by doing? Ein MBA als optimale Ergänzung

Seit einigen Jahren gewinnt ein internationaler Master-Studiengang stark an Popularität: Der MBA. Der „Master of Business Administration“ ist für potentielle Führungskräfte konzipiert und wirbt mit der Vermittlung von betriebswirtschaftlichem Know-How und professioneller Mitarbeiterführung. Zusätzlich werden besondere Augenmerke auf Internationalität, Praxisorientierung und Netzwerke gelegt.

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In den letzten fünf Jahren haben sich die Teilnehmerzahlen für den weltweit erforderlichen Zulassungstest in Deutschland verdoppelt. Und das, obwohl die Studiengebühren die in Deutschland üblichen 500 Euro pro Semester um das Vielfache übersteigen. Auch für mich war das Angebot aus praxisorientierter Betriebswirtschaft, Internationalität, professioneller Mitarbeiterführung und Netzwerk attraktiv: Als Diplom Informatiker konnte ich in den letzten Jahren Berufserfahrung mit fachlicher Führungsverantwortung bei einem internationalen Stahlkonzern sammeln – und auch die Grenzen meines technischen Studienabschlusses erleben.
Jan Illerhues berichtet regelmäßig über sein MBA-Studium an der Rotterdam School of ManagementFoto: privat
Da Learning-by-Doing nicht immer der beste und sicherlich nicht der schnellste Weg ist, ist der MBA eine optimale Ergänzung für mich. Seit Januar bin ich deshalb Handelsblatt-Stipendiat an der Rotterdam School of Management (RSM). In diesem ersten Beitrag möchte ich einen Überblick über den Studienablauf an der RSM geben.
 
Die Abschlussklasse 2012 gleicht einem Schmelztiegel der Nationen und Charaktere: 139 Studenten aus 38 Nationen streben nach dem International MBA in Vollzeit. Hier sitzen ein amerikanischer Finanzanalyst neben einer taiwanesischen Marketingspezialistin, ein südafrikanischer Pilot neben einer koreanischen Nachhaltigkeits-Beauftragten und ein australischer Landwirtschaftsberater neben einer niederländischen Existenzgründerin im Klassenraum.

Kein Vergleich zur Uni

Und auch sonst gleicht hier relativ wenig meiner bisherigen Studienerlebnissen: Praxisorientierte Betriebswirtschaftslehre. Ich selbst erinnere mich noch sehr gut an mein Universitätsstudium vor einigen Jahren. Mein Mathematikprofessor schrieb jede Vorlesung sechs Tafeln voll, bevor er ein erstes ungeschriebenes Wort an die Studenten richtete.

Ja, die Vorlesung war der Ort für Theorie, die eigene Wohnung der für die Nacharbeit. Für die Praxis blieben die Semesterferien. Nicht so an der Business School: Die RSM verfolgt wie viele andere auch den Fallstudien-Ansatz. Hierbei werden in den Vorlesungen reale Beispiele aus der Wirtschaft diskutiert. Zuhause ist der Ort für Theorie und Vorbereitung. Semesterferien - gibt es so gut wie keine.



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