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Porträt Jochen Schmitz

Um 180 Grad umdenken an der Hong Kong UST

Finn Mayer-Kuckuk
Jochen Schmitz hat am meisten das außergewöhnliche „Energielevel“ der südchinesischen Metropole Hongkong beeindruckt. „Alles hier regt einen an, die Kultur, die Kontakte zu den Menschen, die Dynamik der Wirtschaft“, sagt der MBA-Student an der Hong Kong UST Business School (HKUST).
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Foto: privat

Umziehen gehört dazu

Im vergangenen Jahr hat er mit dem 18-monatigen Programm angefangen, derzeit zieht er nach New York um – ein Auslandssemester an der Columbia Business School gehört bei ihm zum Programm. Er findet es „sensationell, wie international hier die Ausbildung ist“. Die Mitstudenten kommen aus der ganzen Welt und jeder bringt einen völlig unterschiedlichen Hintergrund mit.

In Europa hatte Schmitz bereits Betriebswirtschaftslehre studiert und einige Jahre als Banker gearbeitet, doch die Erfahrungen in Hongkong waren für den 28-Jährigen völlig neu: „Als Europäer glaubt man, die Welt bereits zu kennen, doch hier muss man plötzlich um 180 Grad umdenken.“

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Die Augen geöffnet hat ihm beispielsweise die Gruppenarbeit mit asiatischen Studenten, im Team haben sie Fallstudien, in denen auf wenigen Seiten die Herausforderungen eines Unternehmens beschrieben sind, bearbeitet.

Gut vorbereitet für Fernost-Einsatz

Wo Deutsche gerne alles strukturiert der Reihe nach abhaken, bleiben gerade Chinesen bis zum Schluss für Änderungen auf allen Ebenen offen – sie sehen das Problem also eher ganzheitlich statt logisch strukturiert. „Das macht einen Deutschen erst einmal nervös, weil nichts fertig zu werden scheint, doch zum Schluss schält sich dann doch ein erstaunlich gutes Ergebnis heraus“, sagt Schmitz.

Solche Übungen bereiten besonders gut auf einen Einsatz in Fernost vor. Viele seiner Mitstudenten kommen aus China und Südostasien.

 

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