Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Theoretische Kenntnisse mit großem Praxisbezug
Die Wirtschaftsuniversität Copenhagen Business School (CBS) in der dänischen Metropole Kopenhagen.Foto: Sergii Figurnyi / fotolia.com
Europäische Business-School

Theoretische Kenntnisse mit großem Praxisbezug

Teil 4: "Einfach eine tolle Atmosphäre zum Lernen"

Dass die Universität bei Studenten beliebt ist, hat sicher auch mit der Studienfinanzierung durch den dänischen Staat zu tun. "Wenn man maximal 15 Stunden pro Woche arbeitet, erhält man vom dänischen Staat 5.000 Kronen im Monat", erklärt Studentenvertreterin Ida Boe. Mit den umgerechnet rund 670 Euro lässt sich zwar das Leben in der dänischen Metropole nicht finanzieren, aber es ist eine willkommene Hilfe im nicht gerade günstigen Kopenhagen – die auch ausländische Studenten erhalten. Wer eines der MBA-Programme wählt, muss hingegen tief in die Tasche greifen: Bis zu umgerechnet 57.000 Euro werden für die Ausbildung fällig. Und nur dänische Staatsbürger oder in Dänemark arbeitende Ausländer können bei einem MBA-Studium eine Steuererleichterung beantragen.

Wermutstropfen Wohnungssuche

Martin Jarnatz, ein 27-jähriger Doktorand aus Wildeshausen bei Bremen, studiert seit 2014 an der CBS. Derzeit ist er dabei, das Doktorandenprogramm Industrial PhD Programme abzuschließen. "Ich schätze besonders die vielfältige Auswahl an Kursen, die für die Industrie relevant sind", sagt der Preisfindungsexperte. Wichtig sei auch, dass die CBS "einfach eine tolle Atmosphäre zum Lernen bietet". Und ganz wichtig: "Die Stadt Kopenhagen an sich trägt sicherlich auch viel zu der Beliebtheit der Uni bei." Einziger Wermutstropfen sei allerdings die Wohnungssituation in der dänischen Hauptstadt. "Es ist unheimlich schwer, ein Zimmer oder eine Wohnung zu finden", hat er erfahren müssen. "Und wenn man etwas findet, ist es richtig teuer."

Die beiden Studentenvertreter Ida Boe und Daniel Skov Andersson kennen das Problem. Aber sie haben auch einen Tipp bereit: "Jeden Donnerstag funktionieren wir die Mensa in einen Pub um, und da passiert es immer wieder, dass sich im Gespräch mit anderen die Möglichkeit nach einem Zimmer in einer WG auftut", sagt Boe. Die Bar und die Mensa werden übrigens als gemeinnützige Firmen von der Studentenorganisation in Eigenregie betrieben. "Learning by doing" eben.
Dieser Artikel ist erschienen am 13.05.2016
 

Fair Company | Initiative