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Master in Europa

Studieren in Österreich und der Schweiz

E. M. Brauner, J. D. Herbermann
Junge Karriere stellt die besten Unis und die wichtigsten Länder für einen Wirtschafts-Master im Ausland vor. Teil 4: Österreich und die Schweiz.
In Wien messen sich sämtliche WiWi-Fakultäten in ÖsterreichFoto: © Erhard Gaube - Fotolia.com
Die Hochschullandschaft in Österreich und der Schweiz ist vielfältig, und doch ragt in beiden Ländern jeweils eine Universität in den Wirtschaftswissenschaften besonders hervor: In der Schweiz ist dies die Uni St. Gallen, sie gilt als eine der besten Managerschmieden in Europa; und in Österreich ist es die renommierte Wirtschaftsuni Wien. Doch während in St. Gallen längst zehn Master-Programme etabliert sind, hinken die Österreicher noch hinterher. Ob spätestens 2009 zu den zwei bestehenden Wiener Master-Angeboten weitere hinzukommen, hängt von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. Derzeit stehen die Chancen dafür aber recht gut.Ganz ohne Tücken ist das System in der Schweiz allerdings auch nicht. Hier müssen sich Studenten vor "Titelmühlen" in Acht nehmen. Anders als in Deutschland ist die Bezeichnung Universität nicht geschützt. Die Folge: Einrichtungen wie die Freie Universität Teufen oder die Freie Universität Zug bieten nicht anerkannte Abschlüsse an. Werden für solche "Leistungen" Gebühren bezahlt, ist es für Studenten besonders ärgerlich.

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Österreich: Europäische Leuchttürme in der Master-WüsteDie Gebühren sind umstritten, und beim Master hinkt das Land hinterher. Trotzdem bietet Österreich herausragende Unis. Im österreichischen Bildungssystem zeigen sich die gleichen Symptome wie im deutschen. Die Pisa-Studie stellt den Schulen seit Jahren schlechte Zeugnisse aus. Die 2001 eingeführten Studiengebühren sind vielen ein Dorn im Auge, doch die Hochschulen benötigen das Geld, um Gebäude zu renovieren und Fachliteratur anzuschaffen. Auch der Bologna-Prozess, dessen wichtigste Säule die Einführung des zweistufigen Systems Bachelor und Master ist, ist noch nicht vollständig umgesetzt. Während an den Fachhochschulen inzwischen zwei Drittel der Studenten in einem Bachelor- oder Masterstudiengang eingeschrieben sind, gilt dies erst für knapp die Hälfte der Uni-Studenten. An der Wirtschaftsuniversität Wien, der nach eigenen Angaben größten Wirtschaftshochschule Europas, gibt es erst zwei Masterstudiengänge.Dafür ist der Zugang zum Masterstudium an den Unis derzeit nach erfolgreich abgeschlossenem Bachelorstudium noch frei. Jedoch diskutieren Politiker über eine Beschränkung des Hochschulzugangs für Ausländer, und auch die Rektoren fordern ein Auswahlverfahren. Bei den Fachhochschulen muss man hingegen eine Aufnahmeprüfung absolvieren, um zum Master zugelassen zu werden. Da das Wahlversprechen der SPÖ, die Studiengebühr abzuschaffen, bisher an der großen Koalition gescheitert ist, zahlen Studenten pro Semester zwischen 363,36 und 377,22 Euro Gebühren. Für die Lebenshaltung muss man mit einem zusätzlichen monatlichen Aufwand von 770 Euro rechnen. Praktische Tipps: www.oeh.atWirtschaftsuniversität Wien: An der WU in Wien messen sich sämtliche WiWi-Fakultäten in Österreich. Als erste österreichische Hochschule erhielt die WU Wien im Februar 2007 das renommierte Gütesiegel EQUIS (European Quality Improvement System). Die mehr als 20000 Studenten profitieren auf dem Campus von international renommierten Lehrenden, modernen Hörsälen, der größten wirtschaftswissenschaftlichen Bibliothek Österreichs, einer Vielzahl von Arbeitsplätzen für das Selbststudium und großzügigen Computerräumen. Zu den bestehenden Masterstudiengängen Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspädagogik sollen 2009 die Studiengänge Finance and Accounting, General Management, Information Systems, International Business, Marketing und Supply Chain Management hinzukommen. http://www.wu-wien.ac.at/FH Burgenland: Österreichs Fachhochschulen haben in der Wirtschaft einen guten Ruf, und selbst wenn über die Burgenländer häufig Witze gerissen werden: Hier steht eine der modernsten wirtschaftsorientierten FHs. Der 10.000 Quadratmeter große Campus in Eisenstadt wurde erst 2003 eröffnet. Berufsbegleitend werden die Masterstudiengänge Internationales Weinmarketing, Europäische Studien - Management von EU Projekten und Human Resource Management und Arbeitsrecht MOEL angeboten. In Vollzeit kann man Internationale Wirtschaftsbeziehungen mit Schwerpunkt Mittel- und Osteuropa belegen. www.fh-burgenland.at
 

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