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Karrierenetzwerke

Studentenverbindungen – ein Nutzen?

Kerstin Dämon, wiwo.de
Christoph Metzelder und Edmund Stoiber, Thomas Gottschalk und der Papst – sie alle sind Mitglieder von Studentenverbindungen. Neben Serviceclubs gelten sie als Karrierenetzwerke. Wahrheit oder Mythos?

Foto: Nelos/Fotolia.com

Mitglied der "Alten Herren"

Theodor Heuss soll einmal gesagt haben, dass in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn das Wort "Zufall mit CV geschrieben" werde. CV, das steht für den Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen.

Zu diesem Akademikerverband gehören derzeit rund 4000 Studierende. Insgesamt hat der CV 30.000 Mitglieder in mehr als 120 Verbindungen in Belgien, Deutschland, der Schweiz, Italien, Japan, Kamerun und Polen. Der CV rühmt sich selbst, "zahlreiche Fach- und Führungskräfte sowie Verantwortungsträger aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik" unter seinen Mitgliedern zu haben.

Der Star unter den "Alten Herren" der Verbindung dürfte Professor Doktor Joseph Ratzinger sein: Papst Benedikt XVI.

Generationenübergreifende Unterstützung

Vorteile, die Verbindungen – egal ob religiöse oder nicht – ihren Mitgliedern bringen, sind neben günstigen Zimmermieten, Freundschaft und Freizeitaktivitäten auch nützliche Kontakte.
 
Die Franconia Münster beispielsweise, eine Burschenschaft, in der Bild-Chefredakteur Kai Diekmann Mitglied ist, wirbt auf ihrer Homepage ganz unbescheiden mit "Kontakten und Netzwerken mit generationenübergreifender
Unterstützung z.B. beim Start ins Studien- oder Berufsleben". Das scheint den Ruf von Studentenverbindungen als Karriereseilschaften zu bestätigen.

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