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Regelstudienzeit

Studenten brauchen meist länger als geplant

wiwo.de
Wer studiert, braucht meist länger, als die Studienordnung festgelegt. Das ergab jetzt eine Untersuchung des Statistischen Bundesamtes.

Foto: lightpoet/Fotolia.com

Regelstudienzeit bleibt auf der Strecke

Nur zwei von fünf Studenten haben ihr Studium 2010 innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen. Der Rest brauchte zumeist länger für den Universitätsabschluss. Vor allem Masterstudenten scheinen die vorgeschriebene "Normal-Studienzeit" häufig nicht einzuhalten.

Insgesamt beendeten im Untersuchungsjahr 309.200 Studenten ein Erst-, Zweit- oder Masterstudium, davon 39 Prozent in der Regelstudienzeit. Bei Bachelorstudierenden waren es drei von fünf Studenten, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.

Vergleiche zu früheren Jahren gibt es nicht, da die Zahlen erstmals erhoben wurden. Eine interne Untersuchung für 2009 habe aber ähnliche Ergebnisse gebracht, sagte eine Sprecherin.

Bologna-Ziele unerreichbar

Die Ergebnisse würden die Theorie stützen, dass ein Großteil der Studenten die hochgesteckten Ziele der Universitäten aufgrund des Bologna-Prozesses nicht mehr einhalten können. Ebenso bestätigt es eine Meldung aus dem Februar, die bereits berichtete, dass das Studium im Schnitt länger dauert.

Auch rein finanziell soll ein längeres Studium mehr einbringen, ergab zuletzt eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. „Rein rechnerisch bringt jedes Jahr fünf Prozent mehr Lohn“, stellen die Forscher fest.
 

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