Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Global University Systems rettet die Gisma Business School.
Foto: Anton-Balazh/Fotolia.com
Gisma Business School

Rettung in letzter Sekunde

Teil 2: Wie kann es weitergehen?

Gisma-Chef Sonning Bredemeier hatte zuletzt gesagt, die Hochschule könnte sich stärker auf deutsche Studenten und den Mittelstand in der Region konzentrieren, sollte sie fortgeführt werden. Er hatte geplant, sie näher an die Universität Hannover heranzuführen, mehr Kurse auf Deutsch anzubieten und den Praxisbezug zu stärken. Bisher hat die Managementhochschule in ihrem englischsprachigen Vollzeit-MBA vor allem internationale Studenten angezogen.

Die aber taten sich mit geringen Deutschkenntnissen schwer, einen Job zu finden. Ob das Konzept mit dem neuen Betreiber Global University Systems umgesetzt wird? Er hat zumindest alle Mitarbeiter übernommen. Global University Systems betreibt die London School of Business and Finance seit 2003. Auch wenn die Namen zum Verwechseln ähnlich klingen – mit der renommierten London Business School, einer der besten Managementuniversitäten der Welt, hat diese Hochschule nichts zu tun.

Sie taucht nicht in der Liste britischer Hochschulen auf, die akademische Abschlüsse vergeben dürfen. Sie hat daher Partnerschaften mit etlichen Hochschulen, die Bachelor-, Master -und MBA-Grade vergeben dürfen. Und sie stand wiederholt in der Kritik: 2012 etwa hatte die britische Organisation für Qualitätssicherung im Hochschulwesen, QAA, eine frühere Partnerschaft der Hochschule mit der University of Wales bemängelt. Sie soll unter anderem viel mehr Studenten aufgenommen haben, als Campus und Mitarbeiterzahl zuließen.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.09.2013
 

Fair Company | Initiative