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Global University Systems rettet die Gisma Business School.
Foto: Anton-Balazh/Fotolia.com
Gisma Business School

Rettung in letzter Sekunde

Stefani Hergert
Ein holländischer Hochschulbetreiber rettet die private Hochschule. Nach der Insolvenz im Mai will ein niederländischer Betreiber die Business School künftig fortführen.
Die private Wirtschaftshochschule Gisma in Hannover wird fortgeführt. Die Business School, die im Mai dieses Jahres in die Insolvenz gegangen war, wird laut dem Insolvenzverwalter vom niederländischen Betreiber Global University Systems übernommen. Diesem gehört auch die wenig bekannte und wenig renommierte London School of Business and Finance in der Hauptstadt Großbritanniens.

Der 1999 gegründeten Gisma Business-School war das Geld ausgegangen, nachdem die Studentenzahlen im wichtigsten Studiengang, dem praxisnahen Managementstudiengang Master of Business Administration (MBA) immer weiter gesunken waren. Die Hochschule hatte sich auf MBA- und Masterstudiengänge spezialisiert, war aber von Zahlungen der Landesregierung Niedersachsen und von Förderern aus der Wirtschaft abhängig.

Programm und Personal geliehen

Schon in der Vergangenheit stand sie immer wieder kurz vor dem Aus, zuletzt 2011. Das gesamte Studienprogramm samt Professoren wurde von der amerikanischen Partneruniversität Purdue gestellt. Für diese Zusammenarbeit hatte die Gisma zuletzt jährlich umgerechnet etwas mehr als 1,4 Millionen Euro gezahlt – offenbar zu viel für die kleine Hochschule, deren Studiengänge zwischen 24 000 und 55 000 Euro kosteten.

Der Vertrag mit Purdue wurde bis Mitte 2014 abgeschlossen, ist durch die Insolvenz aber hinfällig. Die Purdue-Universität wird ihre Forderungen vermutlich im Insolvenzverfahren geltend machen. Damit hat der neue Betreiber Global University Systems aber laut Insolvenzverwalter nichts mehr zu tun.
 

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