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Action-Learning

Ran an die Arbeit!

Axel Gloger
Prototypen basteln, Apps entwickeln, Katastrophenhilfe leisten – mit "Action-Learning" wird das MBA-Studium kreativer und praxisorientierter.

Foto: AKS/ Fotolia.com

Integrierte Bastelstunde im akademischen Lehrprogramm

Die Szene könnte aus einem Kindergarten stammen: Schere, farbiger Karton, Klebstoff und Stifte liegen bereit. "Bastelt jetzt", lautet der Auftrag. Aber so ziel- und zweckfrei wie bei den Kleinen ist diese Aktion nicht. Das Team, das um den Tisch sitzt, besteht aus 20 MBA-Studenten. Alle über 30 Jahre alt und berufserfahren. Sie sollen einen Fahrkartenautomaten für Senioren bauen, als Modell aus Pappe

Der Kurs "Servicedesign" mit integrierter Bastelstunde ist Teil des akademischen Lehrprogramms, das die Studenten der österreichischen Limak-Business School absolvieren.

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Die Idee dahinter: Wie man Service gestaltet, der bei Kunden ankommt, sollten die Studenten durch direktes Anwenden erlernen – und nicht nur theoretisch per Lehrbuch und Vorlesung.
 
Raus aus dem Hörsaal

Mit dieser Praxis ist die Limak nicht allein. Im gesamten MBA-Markt gibt es einen großen Trend: weg von der Vorlesung, Verzicht auf reine Lehrbuchweisheiten, raus aus dem Hörsaal.

"Action-Learning" heißt das in der Werbesprache der Schulen. Der neue Stoff soll nicht nur gelesen oder gehört, sondern erfahren und erlebt werden. Mal wird ein Fahrkartenautomat gebastelt, mal eine App für das Smartphone programmiert und mit Videos vermarktet, mal eine Expedition unternommen.

 

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