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An den Hochschulen kommen auf einen Professor immer mehr Studierende.
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Betreuungsverhältnis an den Unis

Problematische Ausgangslage für Studis

wiwo.de, dpa
Schwierige (Aus-) Bildung: Nicht nur an Schulen und in Kindergärten ist der Betreuungsschlüssel oft im Ungleichgewicht. Auch an den Hochschulen kommen auf einen Professor immer mehr Studierende. Am Schlimmsten ist es in Nordrhein-Westfalen.
Immer mehr Studenten bei stagnierenden "Prof"-Zahlen: Bei der Betreuungsrelation an den deutschen Hochschulen klafft die Schere auseinander. Zwar ist die Zahl der Professoren und Professorinnen an den deutschen Unis im vergangenen Jahr auf 26.927gestiegen. Das sind aber nur 154 Professoren mehr als im Vorjahr, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Auftrag der Zeitschrift "Forschung & Lehre" zeigen.

Zum Vergleich: Während die Zahl der Professoren um 154 stieg, stieg die Zahl der Studenten um 23.614 auf etwa 2,75 Millionen an. Im Wintersemester 2016/17 kamen noch einmal fast 50.000 Studierende hinzu. Damit stehen gut 2,8 Millionen Studenten rund 27.000 Lehrenden gegenüber.

In Hessen und NRW ist die Lage besonders schlecht 

Damit habe sich das Betreuungsverhältnis weiter verschlechtert, schreibt "Forschung und Lehre". Es lag im Durchschnitt bei 67 Studenten pro Professor. 2014 waren es 66 Studierende, 2010 noch 60.

Erstmals seien auch die Betreuungsverhältnisse in den Bundesländern erhoben worden. Am besten sah es demnach in Thüringen und Bremen mit knapp 47 Studierenden pro Hochschullehrer aus, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (50). Schlusslichter waren Hessen (71) und Nordrhein-Westfalen (89,6 Studierende pro Hochschullehrer).


Zuerst veröffentlicht auf: wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 06.01.2017
 

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