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Pokerspieler Pius Heinz im Interview

"Pokern ist immer Psychologie"

Daniel Rettig, wiwo.de
Der 22-jährige Student Pius Heinz hat als erster Deutscher das Finale des berühmtesten Pokerturniers der Welt erreicht – und den Weltmeistertitel plus 8,7 Millionen Dollar Preisgeld gewonnen. In seinem ersten Interview erzählte Heinz karriere.de von seinen Plänen.
Pokern
Foto: St. Hofschläger/Pixelio
Herr Heinz, erstmal herzlichen Glückwunsch. Sie sind als erster Deutscher überhaupt im Finale des berühmtesten Pokerturniers der Welt - dem "Main Event" der World Series of Poker (WSOP). Haben Sie den Erfolg schon realisiert?

Heinz: Nein, noch nicht, dafür ist der Erfolg zu groß und überraschend. Ich werde wohl noch ein paar Wochen brauchen, um ihn zu 100 Prozent zu verarbeiten. Von knapp 6900 Teilnehmern haben Sie es unter die letzten neun geschafft. Als Mitglied der so genannten "November Nine" haben Sie schon jetzt umgerechnet etwa 530.000 Euro Preisgeld sicher.

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Was machen Sie mit dem ganzen Geld?

So genau habe ich das noch nicht überlegt. Ich werde sicher in Urlaub fliegen und mir eine eigene Wohnung suchen, denn momentan wohne ich noch bei meinen Eltern. Außerdem will ich ein paar Kleinigkeiten kaufen, vor allem für meine Familie, die mich immer wahnsinnig unterstützt hat. Den Großteil des Geldes werde ich aber anlegen. Ich interessiere mich schon lange für Aktien und Börsengeschäfte, werde mich aber jetzt noch genauer beraten lassen, um mein Geld sicher zu investieren.

Zur Person:
Pius Heinz, 22, spielt seit drei Jahren Poker. Im "Main Event" der World Series of Poker (WSOP) schaffte er es als erster Deutscher überhaupt unter die besten Neun. Das Finale wird im November 2011 ausgespielt und gilt als Highlight der weltweiten Pokerszene. Der Gewinner erhält ein Preisgeld in Höhe von 8,7 Millionen Dollar. 

Wie haben Sie als Student eigentlich die 10.000 Dollar Anmeldegebühr aufgebracht?

Ich spiele schon seit ein paar Jahren Poker, dadurch konnte ich einerseits ein bisschen Geld ansparen. Andererseits ist es in der Pokerwelt normal, dass man bei solch großen Turnieren "Action verkauft". Das bedeutet, dass Bekannte einen Teil der Anmeldegebühr zahlen und danach am Gewinn beteiligt werden.

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Foto: Gerd Altmann/Shapes:dezignus.com / pixelio.de

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