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So finanziere ich mein Studium

Nächster Halt: Universität

Martin Maibücher
Thomas Blum, 25, studiert Mathe und Wirtschaft auf Lehramt in Köln. Um sein Studium zu finanzieren, fährt er Straßenbahn.
Thomas Blum fährt StraßenbahnFoto: © Ilona Schmitz
"Straßen- und U-Bahnen haben mich schon immer interessiert. Durch Zufall habe ich an einer Haltestelle in Köln eine Leuchtanzeige der Verkehrsbetriebe entdeckt. Darauf stand: Straßenbahnfahrer gesucht! Ich dachte mir: Das ist ein toller Job, den will ich unbedingt machen.Das Tollste an meiner Arbeit ist die Mischung aus Handlungsfreiheit und Verantwortung. In der Bahn bin ich auf mich gestellt, und die Sicherheit meiner Fahrgäste steht an erster Stelle. Wenn Leute an einer Haltestelle demonstrativ auf die Uhr zeigen, weil ich mal drei Minuten Verspätung habe, lässt mich das mittlerweile kalt. Davon lasse ich mich nicht jagen, ich fahre sicher. Auf meinen Fahrten gibt es manchmal witzige Situationen.

Die besten Jobs von allen

Zwischen Ostheim und Vingst lief einmal ein ausgewachsenes Schwein vor mir über die Gleise. Natürlich ist dem Schwein nichts passiert, aber ich war echt baff. Manchmal ist meine Arbeit auch sehr stressig, vor allem an den Karnevalstagen.Als Straßenbahnfahrer arbeite ich im Schichtdienst. Eine Schicht dauert meist sechs Stunden. Ich erfahre immer erst am Abend vorher, ob mein Einsatz wirklich stattfindet. Da muss ich flexibel sein. Durch den Job verdiene ich rund 600 Euro im Monat. In der vorlesungsfreien Zeit ist es etwas mehr, im Semester dafür weniger. Damit kann ich locker meine Miete, Versicherungen und Handy bezahlen. Und zum Leben bleibt auch etwas übrig."Studenten-Job: Pascal Reiger jobbt als Croupier (Seite 1)
Dieser Artikel ist erschienen am 01.11.2007
 

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