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Premium- oder Golf-Klasse?

Mit welchem MBA Manager besser fahren

Stefani Hergert
Ob ein Management-Master gut ist, erkennen Bewerber nur mit viel Mühe. Auf welche Kriterien es ankommt.
Wenn es nur Schwarz und Weiß gäbe, wäre vieles leichter. Ein Managementstudium an einer Top-Wirtschaftshochschule in Deutschland würde den Weg in die Vorstandsetagen ebnen, Studiengänge an weniger bekannten Hochschulen wären ihr Geld nicht wert.

Nur: So einfach ist es auch beim Master of Business Administration (MBA) in Deutschland nicht. Denn neben der Handvoll MBA-Anbieter mit internationalen Gütesiegeln gibt es etliche, die Qualität bieten, aber nicht auf eine Karriere in Konzernen oder Topberatungen vorbereiten. Sie sind die Golfklasse – solide, bezahlbar, aber kein Premiumprodukt.

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Welcher MBA kommt durch den TÜV?

Nur: Woran erkennen Bewerber diese Studiengänge? Was unterscheidet sie vom Rest der mehr als 320 deutschen MBA-Programme, darunter einigen Möchtegern-Studiengängen, die den Hochschulen viel Geld bringen, den Studenten aber wenig Weiterbildung?

Vollzeit, Teilzeit, für junge oder erfahrene Manager? Das sind grundlegende Entscheidungen wie die, ob Cabrio, SUV oder Kombi beim Autokauf. Die meisten Anbieter setzen aufs Teilzeitstudium: Der MBA für den Nachwuchs, der Executive MBA (EMBA) für Erfahrene.

Studiengänge kann man leider nicht testen wie einen Neuwagen. "Bildung ist ein Vertrauensgut", sagt Wirtschaftsprofessor Ulrich Hommel, der sich auch als Prüfer für den Hochschul-TÜV der europäischen Organisation EFMD engagiert. Einen Golf kann man anschauen, anfassen, es gibt mehr oder weniger unabhängige Tests. Wer ihn kauft, weiß, was er bekommt – und worauf er im Vergleich zum BMW verzichtet.

Bei Studiengängen ist das schwieriger. "Die Studenten suchen händeringend nach Indizien, dass sie sich beim MBA richtig entschieden haben", sagt Hanspeter Vietz, der das MBA-Programm der Universität Augsburg leitet.
 

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