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Anlauf fürs Studium
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Entscheidende Tipps für Studienanfänger

Mit dem richtigen Anlauf zum schnellen Abschluss

Kristin Schmidt, Meike Lorenzen, Lin Freitag | wiwo.de
Sie sind Abiturient oder Erstsemester, wollen im Ausland studieren oder einfach wissen, wie Sie Geld sparen können? Die wichtigsten Tipps zu Finanzen und Studienorganisation, Wohnen, Auslandsaufenthalt, Gesundheit und Freizeit.

Geld

1. Studienkredite in Betracht ziehen

Wohnen, Essen, Bücher, Semesterticket, Exkursionen – Studieren ist auch nach Abschaffung der Studiengebühren teuer. Zur Finanzierung gibt es neben dem Bafög auch die Möglichkeit eines Studentenkredits. Der bekannteste ist der Studienkredit der staatlichen KfW-Bank, doch auch die Deutsche Bank und die Deutsche Kreditbank (DKB) bieten diese besondere Form des Kredits an. Ein Studienkredit wird im Vergleich zu einem normalen Kredit nicht einmalig sondern monatlich ausgeschüttet. Bei der KfW-Bank können das pro Monat zwischen 100 und 650 Euro sein, Sicherheiten sind nicht erforderlich. Nach Abschluss des Studiums hat der Absolvent zwischen sechs und 23 Monaten Zeit, um mit der Tilgung zu beginnen. Weitere Informationen finden Sie unter studienkredit.de.

2. Rechtzeitig Bafög beantragen

Sobald Sie einen Studienplatz haben, sollten Sie beim Bafög-Amt der Hochschule Ihren Antrag einreichen. Denn die Förderung beginnt frühestens in dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Wenn Sie also im November Ihren Antrag stellen, aber schon im Oktober das Studium aufgenommen haben, erhalten Sie rückwirkend höchstens ab November Zahlungen. Beim Bundesministerium für Bildung finden Sie via Antragsassistent heraus, welche Formulare und Dokumente Sie für Ihren Antrag benötigen. Wird Ihr Bafög bewilligt, können Sie sich von der Rundfunkgebühr befreien lassen.

3. Für Stipendien bewerben

Die Vorteile eines Stipendiums liegen auf der Hand: Stipendiaten erhalten meist einen monatlichen Betrag, der sich zwar am Bafög-Satz orientiert, aber später nicht zurückgezahlt werden muss. Dazu kommen häufig noch Einladungen zu Tagungen und Konferenzen, Sommercamps und der Zugang zu Alumni-Netzwerken. Trotzdem bewerben sich nur wenige, zu klein erscheint vielen die Chance tatsächlich angenommen zu werden. Denn viele Stipendien richten sich nur an die besten Studenten und teilweise sind die Bewerbungen mit hohem Aufwand verbunden. Doch genau dieser Aufwand schreckt viele ab. Die Bewerberzahlen sind bei so manchem Programm kleiner und die Aufnahme leichter als gedacht. Eine Übersicht aller Stipendien findet sich unter stipendienlotse.de oder e-fellows.net.

4. Nicht zu viel verdienen

Minijobs bis 450 Euro sind für Studenten ideal. Es besteht zwar seit 2013 eine Rentenversicherungspflicht, weitere Sozialversicherungsabgaben und Steuern werden aber nicht fällig. Außerdem können Studenten unter 25 Jahren weiterhin über ihre Eltern krankenversichert bleiben, wenn sie nicht mehr verdienen. Weiterhin sollten sie während des Semesters nicht mehr als 20 Wochen pro Stunde arbeiten, denn sonst entfällt das Kindergeld. Bafög-Empfänger sollten nicht mehr als 400 Euro im Monat hinzuverdienen, da das Bafög sonst entsprechend gekürzt wird.

5. Nach Bankangeboten für Studenten Ausschau halten

Fast jede Bank bietet Studenten ein kostenloses Girokonto an. Aber das ist längst nicht alles. Kostenfreie Kreditkarten, günstige Dispokredite, Online-Banking zum Null-Tarif sind nur einige Vorteile, die Sie sich als Student bei den Geldinstituten sichern können. Beim Vergleich sollten Sie auf jeden Fall im Blick haben, welche Konditionen auf Sie warten, wenn die Studentenzeit abgelaufen ist. Die Erfahrung zeigt, viele Absolventen bleiben bei ihrer angestammten Bank.

6. Bei Lehrmaterialien sparen

Fachliteratur, Lexika, Hausarbeiten drucken und binden: Studieren kostet Geld. Doch mit ein paar Tricks lässt sich auch bei den Lehrmaterialien ordentlich sparen. Zum Beispiel durch Tauschbörsen im Netz. Das schwarze Brett 2.0 heißt semesterbooks.de oder studenteninserate.de, dort können gebrauchte Bücher aller Fachbereiche inseriert und gekauft werden. Manche Bücher gibt es im Netz sogar umsonst. Bei Google Books können Sie sich Auszüge oder auch ganze Bücher kostenlos als pdf-Dateien herunterladen. Interessant ist dieses Angebot vor allem für Juristen, Naturwissenschaftler und Informatiker. Stehen Haus- oder Abschlussarbeiten an, können Sie im Netz ebenfalls Geld sparen. Onlinedruckereien sind oft günstiger als der Kopierladen an der Uni und viele bieten einen Expressversand innerhalb von vier bis sechs Stunden an. Ein gutes Zeitmanagement ist trotzdem von Vorteil, da die Versandkosten durch die schnelle Lieferung steigen.

7. Studentenrabatte sichern

Ob bei der Autovermietung, dem Telefonanbieter oder im Schwimmbad Studenten werden vielerorts begünstigt. Deshalb: Immer den Studentenausweis dabei zu haben, denn wer weiß, vielleicht geht es ja doch noch spontan zur Spätvorstellung ins Kino oder auf eine Partie ins Billard-Café. Software und Computer gibt es für Studenten oftmals günstiger, auch Flüge zum Studententarif sind keine Seltenheit. Schnäppchen und Angebote großer Unternehmen finden sich auf speziellen Portalen wie sparcampus.de oder allmaxx.de.

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