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Büchergeld
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Stipendien

Mehr Büchergeld soll Gerechtigkeit schaffen

Marcel Berndt, wiwo.de
Seit dem Deutschland-Stipendium sind die Stipendiaten der herkömmlichen Begabtenförderungswerke schlechter gestellt. Mit der Verdopplung des Büchergelds kommenden September auf 300 Euro soll diese Ungerechtigkeit beseitigt werden.
Das Deutschland-Stipendium sorgte für mehr Förderung – aber auch für mehr Ungerechtigkeit. Damit wollte die Bundesregierung 2011 den Studenten eine neue Geldquelle bieten, benachteiligte aber zugleich die Stipendiaten der bisherigen zwölf vom Bund unterstützten Begabtenförderungswerke, zu denen etwa die Konrad-Adenauer-Stiftung oder die Studienstiftung des deutschen Volkes zählt. Die mittlerweile 11.000 Empfänger des Deutschland-Stipendiums erhalten monatlichen fest 300 Euro, die je zur Hälfte vom Bund und von privaten Unternehmen bezahlt werden. Hinzu kommt das Bafög-Geld, das die Teilnehmer beantragen können.

Geplante Erhöhung

Die Stipendiaten der Begabtenförderungswerke sind jedoch vom Bafög ausgeschlossen. Stattdessen erhalten sie einen gleich hohen Förderbetrag, der vom Einkommen ihrer Eltern abhängig ist und nach den Bafög-Richtlinien vergeben wird. Hinzu kommt das sogenannte Büchergeld: Ein monatlich fester Betrag von 150 Euro – nur halb so viel wie der Festbetrag des Deutschland-Stipendiums. Vor 2011 betrug das Büchergeld sogar nur 80 Euro und hat sich seit 1980 kaum verändert.

Zum 1. September will die Bundesregierung den Betrag auf 300 Euro erhöhen und damit für Gleichheit unter den Stipendiaten sorgen. Büchergeld ist dabei lediglich ein offizieller Name, der nichts mit der Verwendung des Geldes zu tun hat.

Keine Belege

"Wir verlangen keine Belege von den Stipendiaten, ob sie das Geld tatsächlich für Bücher ausgeben", erklärt die Sprecherin der Studienstiftung des deutschen Volkes, Anke Dörner. "Damit können die Studenten ihren Lebensunterhalt einfacher bestreiten und sich mehr Freiraum für ihr Studium schaffen."

Die Mittel der Bundesregierung für die zwölf Begabtenförderungswerke sind zwischen 2005 und 2012 von 80,5 Millionen Euro auf rund 175,5 Euro angestiegen – und haben sich somit mehr als verdoppelt. Zugleich ist die Zahl der Stipendiaten bei den Werken von 13.415 Personen auf rund 25.400 geklettert.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 21.02.2013

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