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Hoffnung
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Bedrohte MBAs

Letzte Hoffnung Mittelstand

Teil 4: Neue Programme fördern Unternehmertum und Führungsverhalten

In der ersten Liga wird sie auf jeden Fall nicht mehr mitspielen. Der Mittelstand frage eine Managementausbildung auf Fachhochschulniveau an, sagt Barke. In solche Programme schicken die Firmen ihre Mitarbeiter, damit lässt sich Geld verdienen. Meist bewegen sich diese auf Fachhochschul-Niveau. Barke kann sich aber in Hannover gut vorstellen, dass man sie auf universitärem Level ansiedelt. Es wäre eine Chance.

"Man darf nicht vergessen, dass es am deutschen Markt nicht nur zwei bis drei Spitzeninstitutionen, sondern auch noch eine beträchtliche Zahl von Anbietern in der zweiten Reihe gibt, die zwar niemals auf den vorderen Positionen in den internationalen Rankings zu finden sein werden, aber sich beispielsweise durch regionale Spezialisierung eine Nische geschaffen haben, in der sie Programme mit guter Qualität erfolgreich anbieten", sagt der Mannheimer Chef Wüstemann.

Die neue Generation

Detlev Kran, Business-School-Experte, der den MBA-Guide herausgibt verweist auf die Technische Universität München oder die Universität Augsburg, die nicht mehr den klassischen MBA anbieten, sondern Programme, die sich stärker mit Unternehmertum und Führungsverhalten beschäftigen. "Das ist eine neue Generation von MBA-Programmen in Deutschland", bemerkt Kran.

An der Gisma plant man, das Curriculum neu zu gestalten. In welche Richtung ist noch nicht bekannt. Doch ob sie überhaupt bestehen wird, traut sich momentan niemand zu sagen. "Wir geben uns größte Mühe", sagt der, der es in der Hand hat – Sonning Bredemeier.
Dieser Artikel ist erschienen am 07.06.2013

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