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So klappt die GMAT-Vorbereitung
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MBA-Zulassung

GMAT: Das klappt schon!

Jan Guldner
Angehende MBA-Studenten mit dem Anspruch, eine Top-Business-School besuchen zu wollen, kommen nicht Drumherum. Aber der Standardtest GMAT ist keineswegs unbezwingbar.
Der GMAT(Graduate Management Admission)-Test besteht aus mehreren Teilen: Im ersten müssen Teilnehmer in 30 Minuten einen Essay zu einem bestimmten Thema schreiben, im zweiten wird das sogenannte Integrated Reasoning geprüft, also die Interpretation von Grafiken, Tabellen und Texten. Abgefragt wird dieses Wissen erst seit 2012, die Ergebnisse gehen wie die des Essays nicht in das für die Bewerbung wichtige Ergebnis ein.

Der entscheidende Wert bildet sich aus den Ergebnissen der Abschnitte zur quantitativen und verbalen Analyse. Hier werden in Multiple-Choice-Fragen unter Zeitdruck zunächst die Mathekünste abgefragt und dann die Fähigkeit, logische Argumentationen zu verstehen und fehlerhafte Schlüsse aufzudecken.

Mit 100 Stunden sollte man rechnen

"Mit genügend Vorbereitung ist der Test gut zu schaffen", sagt Jörn Meissner, Professor der Kühne Logistics University, der selbst Vorbereitungskurse anbietet. Er rät, rund 100 Stunden zu investieren, Übungstests zu machen und sich mit anderen auszutauschen, die den GMAT ebenfalls angehen wollen. Und: Teure Kurse sind da gar nicht immer nötig. "Es gibt Leute, denen liegt der Test einfach und sie können sich nur durch Lesen eines Buches vorbereiten. Allerdings ist das eine Minderheit, schon deshalb, weil diese Art von Tests für Europäer einfach sehr ungewohnt sind", so Meissner.

Geheimtipps gibt es dagegen kaum. Die Fragen im offiziellen Handbuch des Graduate Management Council (GMAC), das den GMAT konzipiert und verantwortet, seien etwas leichter als das höchste Niveau der Fragen im echten Test. Deshalb sollte man für wirklich schwierige Beispiele das Internet bemühen.

Volle Konzentration von Anfang an

Außerdem ist der Test adaptiv gestaltet, das bedeutet, er passt sich an die Fähigkeiten des Kandidaten an. Beantwortet man eine Frage richtig, wird die nächste Frage schwieriger sein – aber bringt deshalb auch mehr Punkte. Umgekehrt zieht eine falsche Antwort eine leichtere Frage mit weniger Punkten nach sich.

Deshalb rät der Testexperte Meissner, sich bei den ersten Fragen besonders zu konzentrieren und, wenn nötig, sich etwas mehr Zeit zu lassen. "Wenn man die erste Frage schon falsch beantwortet, nimmt man sich die Chance, früher auf schwierige und deshalb punkteträchtigere Fragen zu kommen."
Dieser Artikel ist erschienen am 27.10.2015

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