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MBA-Wissen auf 242 Seiten?
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"The Real-Life MBA"

MBA-Wissen auf 242 Seiten?

Teil 2: Werkzeuge, die Aufsteiger brauchen

Die Gründe, nicht für einen MBA an eine Business-School zu gehen, liegen für Welch auf der Hand: "Man ist zwei Jahre raus, muss den Beruf unterbrechen." In dieser Zeit verzichte man auf Lohn. "Und während die Kollegen weiter befördert werden, ist man weg vom Aufzug nach oben." Dieser Verzicht, dazu die Studiengebühren und die Lebenshaltungskosten summierten sich, so Welch, bei dem in den USA üblichen zweijährigen Studium zu Kosten von umgerechnet 265.000 Euro.

"Deshalb das Buch", sagt Welch. "MBA-Stoff zum Nachlesen gab es in dieser Form noch nicht." Mit seinem Werk wolle er Berufstätigen, die in ihrer Karriere weiter vorankommen wollen, etwas an die Hand geben. "Ein paar Werkzeuge, die jeder Aufsteiger brauchen kann." Co-Autorin des in Englisch erschienenen Werkes ist Suzy Welch, Journalistin und Ehefrau Nummer drei.

Negativ-Mantras aus den Gedanken verbannen

Es geht ihm darum, unproduktiven Denkmustern im eigenen Kopf den Platz zu verweigern. Projekt gefloppt? Neuen Kollegen eingestellt, der jetzt das Team zerrüttet? Produkteinführung vom Vorstand ohne Grund gestoppt? "Da sollte man sich bloß nicht von schlechten Gefühlen einfangen lassen. Die blockieren auf dem Weg zum Erfolg", schreibt Welch. "So ein Ereignis ist erst vorbei, wenn es raus ist aus deinem Kopf." Sein Rat: Am besten gar nicht erst an Wörter wie "Scheitern" denken.

Das ist das Muster all seiner Tipps. Aus dem Leben geschöpft, mit Anekdoten garniert, nicht akademisch, ohne jede Theorie. Ihr Autor hat sie so sortiert, dass sein Versprechen vom "MBA in der Nussschale" durchaus glaubhaft ist – mit seinen praktischen Ratschlägen arbeitet er Themen ab, die auch Teil des Managementstudiums sind. Welch erklärt die ewig gültigen Regeln des Geschäfts, er liefert das Finanzwissen, das jeder Praktiker braucht, und stellt Lektionen zu den Themen Marketing, Führungsstärke im Team, Krisenmanagement und Selbstführung zusammen.
 

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