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Mendu Rammohan Rao

MBA mit globaler Reichweite

Christoph Mohr
Die Indian School of Business (ISB) soll die erste indische Business School von internationaler Bedeutung werden. Eine Standortbestimmung.
Professor Rammohan Rao leitet die Indian School of BusinessFoto: © PR
Die Indian School of Business (ISB) wurde 1999 mit dem expliziten Ziel gegründet, Indiens erste Business School auf internationalem Niveau zu werden. Wie weit sind Sie, Ihrer eigenen Einschätzung nach, auf diesem Weg gekommen?Wir haben uns als eine der Top-Business Schools in Indien etabliert, und die Financial Times sieht uns bereits auf Platz 20 weltweit. Wir müssen hart arbeiten, um diese in sehr kurzer Zeit erreichte Position zu halten. Wir müssen auch unsere Forschungskapazitäten erhöhen, den permanenten Lehrkörper von gegenwärtig 30 auf 45 Professoren bringen und einige andere Initiativen ergreifen, die uns helfen, eine forschungsgetriebene Managementinstitution auf Weltniveau zu werden.

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Die ISB wurde mit der aktiven Hilfe einiger führender Business Schools wie Kellogg, Wharton und der London Business School aufgebaut sowie von Rajat Gupta, seinerzeit Weltchef von McKinsey & Co, unterstützt. Wie wichtig ist diese Unterstützung heute noch für die ISB?Die ISB verdankt der Beratung dieser Institutionen viel, aber auch der aktiven Unterstützung ihrer Professoren und Dozenten sowohl bei der Lehre als auch bei der Forschung. Rajat Gupta ist noch heute der Chairman der Schule, und wir hoffen, dass dies auch so bleibt. In dem Maße, in dem die ISB an Stärke und Statur gewinnt, wird es möglich sein, diesen Institutionen auch etwas zurückzugeben und neue akademische Standards aufzustellen.Hyderabad scheint nicht unbedingt eine natürliche Wahl, wenn man nach dem idealen Ort sucht, um Indiens führende Business School zu etablieren. Man würde da vielleicht eher an Bombay, Indiens Finanzzentrum, oder Bangalore, die IT-Metropole denken. Hyderabad ist eine der wenigen Städte auf der Welt, die in den letzten Jahren ein geradezu dramatisches Wachstum gezeigt haben, und sie wird allgemein als eine der Städte betrachtet, die an der Spitze des indischen Wirtschaftswachstums stehen. Hyderabad hat eine Vielzahl von IT-Firmen angezogen und ist durchaus gleich bedeutend mit Bangalore und anderen südindischen Städten. Der Vorteil für die ISB liegt darin, dass es in Hyderabad möglich war, einen Universitätscampus auf Weltniveau zu haben, was in anderen überbevölkerten Städten wie Bombay und anderen nicht möglich gewesen wäre.Ist die ISB ein eigenes Universum oder gibt es Verbindungen zur Stadt?Die ISB interagiert auf verschiedene Weise mit der Stadt: mit Events, zu denen wir Leute aus der Stadt einladen, durch die Studenten, die in Gastfamilien wohnen, oder durch Events anderer Institutionen aus der Stadt auf unserem Campus. Außerdem gibt es eine Reihe von Unternehmern aus Hyderabad im Board der Schule.Hyderabad, das eine der größten muslimischen Bevölkerungsgrupppen im vorherrschend hinduistischen Indien hat, war im letzten Jahr auch wegen mehrerer blutiger Bombenattentate in den Schlagzeilen. Welchen Einfluss hat das auf die Schule?Leider ist Terrorismus in vielen Teilen der Welt alltäglich geworden. Da die ISB über einen eigenen abgeschlossenen Campus verfügt, ist sie sicher. Darüber hinaus haben wir einen Rund-um-die-Uhr-Sicherheitsdienst, um zu gewährleisten, dass wir hier in Sicherheit unsere akademischen Ziele verfolgen können.
 

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