Studiengebühren

Lernen zum Discount-Preis

Kerstin Dämon, wiwo.de
Großbritannien hat die Studiengebühren verdreifacht. Eine Uni bietet Studenten daher ein Sparpaket: Wer sich aus der Bibliothek fernhält, zahlt die Hälfte. Auch in Deutschland trieb der Gebührenwahnsinn skurrile Blüten.

Foto: Helder Almeida

Reformen gesucht

Im September dieses Jahres wird Studieren in Großbritannien richtig teuer: Statt wie vorher 3000 bis 4000 Pfund dürfen die Unis jetzt rund 9000 Pfund pro Jahr verlangen. Das sind umgerechnet deutlich mehr als 10.000 Euro.

Zwar müssen die Studenten die Gebühren erst nach ihrem Studium berappen, trotzdem rief die Entscheidung bereits 2010 massive Proteste hervor.

Gerade, da die britische Regierung die öffentlichen Zuschüsse für die Unis um 80 Prozent kürzte. Forschung und Lehre sollen nun zu 60 Prozent privat finanziert werden. Das heißt: Die Studenten stopfen das Loch im Etat der Unis.

"Light"-Angebot

Universitäten sehen sich nun nach Reformierungsmöglichkeiten um, damit die Hörsäle nicht leer bleiben. Das Coventry University College hatte dabei eine besondere Idee und bietet ein Studium light.

Die britische Universität offeriert ihren Studenten ab Herbst ein Studium, das mit 4800 Pfund nur knapp die Hälfte kostet. Der Haken: Die Unibibliothek, die IT-Abteilung, die Mensa und der Hochschulsport bleiben den Billigstudenten verschlossen. Wer nur die Hälfte zahlt, bekommt auch nur die Hälfte.

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