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Bucerius Law School

Juristen mit Weitblick

Stefani Hergert
Die private Bucerius Law School hat vor elf Jahren die Anwaltsausbildung in Deutschland revolutioniert. Nun begeistert sich die Hochschule für die Weiterbildung von Juristen. Der Gründer hat große Pläne – für die fehlt nur noch das Geld.
Bucerius Law School
Foto: Bucerius Law School
Auf der Suche nach zusätzlichem Kapital

Michael Göring träumt von einer Universität. Mit zwei Fakultäten, gemeinsamen, fächerübergreifenden Studiengängen, mit einem forschungsorientierten Profil und sorgsam ausgewählten Studenten. Er würde gerne Studiengänge etablieren, wie sie die Elite-Universität Oxford mit einer Mischung aus Politik, Philosophie und Wirtschaft hat. Bei dem 54-jährigen Geisteswissenschaftler käme noch Jura dazu. Schließlich ist Göring kein Träumer und kein Professor, obwohl der bedachte Manager auch in die Rolle des Wissenschaftlers gut passen würde.

Er ist Chef der Zeit-Stiftung „Ebelin und Gerd Bucerius“, und die ist Gründer und mit mehr als der Hälfte des 15,5 Millionen–Euro-Etats Hauptfinanzier der bekanntesten deutschen Jura-Hochschule – der privaten Bucerius Law School in Hamburg. Die würde Göring gerne erweitern, um aus der rein juristischen Hochschule eine echte Universität zu machen. Das dafür erforderliche Promotionsrecht besitzt die Law School bereits, aber sie besteht im Moment nur aus einer Fakultät.

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Michael GöringFoto: Bucerius Law School
Dass er eine ambitionierte Idee umsetzen kann, hat er mit Gründung und Aufbau der Law School schon bewiesen. Eines aber fehlt noch: das Geld für den Ausbau. „Wir brauchen 100 bis 150 Millionen Euro zusätzliches Stiftungskapital.“ Vermögende Privatleute mit Interesse an Bildung und Wissenschaft oder eine Partnerstiftung kann sich Göring vorstellen, die neue Fakultät könnte den Namen des Stifters tragen.

Elf Jahre ist die private Bucerius Law School nun alt. Seit Jahren beweisen ihre Absolventen, dass die Revolution der Juristenausbildung in Hamburg gelungen ist. 70 Prozent der Bucerius-Studenten schließen die Einheitsprüfung – das erste Staatsexamen – mit Prädikat ab. Im deutschen Durchschnitt sind es 20 Prozent aller Kandidaten.



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