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MBA de luxe
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Luxusmaster

Im Prunk zuhause

Teil 4: Träume erfüllen, Geschichten erzählen


Ticken Luxushersteller wirklich so anders? Benjamin Berghaus, Luxusforscher der Schweizer Universität St. Gallen, sagt: "Die betriebliche Mechanik in der Luxusbranche ist dieselbe, man muss aber an manchen Stellschrauben genau entgegengesetzt drehen."

Fassnacht hingegen hat 30 Punkte ausgemacht, in denen sich die Branche im Marketing unterscheidet.

Es geht um die Aura einer Marke, um das Erfüllen von Träumen, das Erzählen einer Geschichte. "Keiner braucht aus funktionalen Gründen eine Patek Philippe, die Zeit zeigt das iPhone im Zweifel genauer an", sagt er.

Exklusivität und Emotionalität

Und: "Die klassischen Prinzipien der Betriebswirtschaftslehre lassen sich nicht eins zu eins auf Luxusmarken anwenden." Kurbelt eine Marke etwa massiv den Verkauf an, gefährdet sie ihre Exklusivität.

Der Kunde wolle sich schließlich abgrenzen, sich etwas ganz Besonders gönnen, eine emotionale Bindung zur Marke aufbauen. "Für dieses Denken müssen wir die Studenten sensibilisieren."
Dieser Artikel ist erschienen am 27.08.2013
 

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