Der aktuellen Handelsblatt-Ausgabe liegt wieder der Fair Company Guide bei. Diese Initiative setzt sich seit mittlerweile sechs Jahren für faire Praktika ein, damit Hochschulabsolventen eine echte Einstiegschance bekommen. In jedem Fall gilt: Wer ein Praktikum plant, sollte sich bestens vorbereiten. Die besten Tipps für die Suche, die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch.
Sie haben bereits erste praktische Erfahrungen gesammelt“ – diese oder eine ähnlich harmlos klingende Formulierung findet sich in allen Stellenofferten, die sich an Hochschulabsolventen richten. Doch die Formel hat es in sich. Übersetzt heißt sie nämlich so viel wie: Wer keine Praktika während des Studiums gemacht hat, braucht sich gar nicht erst bei uns zu bewerben. Doch irgendeine Hospitanz bei irgendeinem Unternehmen bringt Studenten in Sachen sinnvolle Vorleistung vor dem Antritt des ersten Jobs nicht weiter, sondern spendiert dem persönlichen Lebenslauf allenfalls ein, zwei Zeilen Beliebigkeit.Um sich dagegen ein überzeugendes Entree beim zukünftigen Chef zu verschaffen, sollten sie schon Praktika als Möglichkeit zum gezielten Erwerb von Wissen und Erfahrung strategisch planen und so einen roten Faden in der Vita erkennen lassen. Eine perfekte Vorbereitung der einzelnen Etappen auf dem Weg zum Praktikum – von der Recherche, über die Bewerbung bis hin zum Vorstellungsgespräch – ist daher das A und O.Karrierecoach Jörn Tschirne aus Stuttgart empfiehlt, dass sich Studenten „zuallererst klar machen, was sie mit ihrem Praktikum erreichen wollen“. Dazu ist es besonders nützlich, zu analysieren, was potenzielle Arbeitgeber von jungen Mitarbeitern eigentlich erwarten. Wer sich einmal die Mühe macht, rund 30 Online-Annoncen aus dem eigenen Fachbereich zu vergleichen, der bekommt ein umfassendes Bild, welche konkreten Bedingungen er zum Ende seines Studiums erfüllen sollte.Der anschließende selbstkritische Vergleich offenbart schnell Kenntnislücken, die sich mit einem passenden Praktikum schließen lassen. Eine geeignete Praktikumsstelle zu finden, ist oft gar nicht so schwer wie gedacht. Das Kontaktnetzwerk an der Hochschule hilft dabei schon häufig viel weiter als erwartet, wie der Kölner Karriereberater Jürgen Zech weiß: „Die Dozenten haben meist gute Kontakte zu den Unternehmen der Branche. Studenten sollten sich nicht scheuen, einfach mal bei ihnen nachzufragen.“
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
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Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
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