Fußball-WM: Beim Elfmeter sind Linksfüßer im Vorteil
Sportpsychologie
Fußball-WM: Beim Elfmeter sind Linksfüßer im Vorteil
karriere.de
Elfmeterschießen sind bei der Fußball-WM das Salz in der Suppe. Eine spannendere Situation als die, wenn der Schütze dem Torwart gegenüber steht und auf den Pfiff des Schiedsrichters wartet, ist kaum vorstellbar. Was beim Elfmeter letztlich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, hat der Kasseler Sportpsychologe Norbert Hagemann untersucht.
Es gibt bei der Fußball-WM keine spannendere Situation als den Elfmeter. Hoffen und Bangen beider Mannschaften und ihrer Anhänger richten sich auf die Bruchteile von Sekunden, die das Spiel entscheiden können. Was beim Elfmeter letztlich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, hat der Kasseler Sportpsychologe Professor Norbert Hagemann untersucht."Die Angst des Tormanns beim Elfmeter", heißt die berühmte Erzählung von Peter Handke. Doch alle Fachleute betonen, dass der Torhüter in aller Regel keine Angst vor einem Strafstoß hat. Der psychische Druck, sagt auch Hagemann, liegt vielmehr auf dem Elfmeterschützen. Rund 75 Prozent aller Strafstöße werden verwandelt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den Schützen.Spektakuläre Elfmeter haben auch am vergangenen Wochenende den Verlauf der Fußball-WM beeinflusst. Im Spiel gegen Paraguay konnte Spaniens Torhüter Iker Casillas einen Strafstoß halten und ebnete seinem Team so den Weg ins Halbfinale, wo die Iberer am Mittwoch auch ohne Elfmeter mit 1:0 gegen die deutsche Auswahl gewannen.Dass Ghanas Nationalspieler Asamoah Gyan in der letzten Minute der Verlängerung einen Elfmeter verschoss, leitete dagegen die bittere Niederlage des letzten afrikanischen Teams im Turnier ein."Der Elfmeterschütze darf sich dem psychischen Druck nicht beugen", erklärt der Kasseler Forscher. Dies sei wichtig, um im entscheidenden Moment keine Fehler zu machen. Im Training lasse sich der Umgang mit diesem Druck üben. "Man kann das Elfmeterschießen immer wieder üben und dabei Sanktionen einbauen", sagt Hagemann, etwa indem die gesamte Mannschaft Strafrunden laufen muss, wenn einer von ihnen einen Strafstoß verschießt.Zwischen Schuss und Tor liegen 400 MillisekundenNeben einer hohen Belastbarkeit ist für Torhüter und Elfmeterschützen die Fähigkeit entscheidend, das Verhalten des Gegners vorherzusehen. "Zwischen Schuss und Tor liegen nur etwa 400 Millisekunden", führt Hagemann aus. Der knapp 100 Stundenkilometer schnelle Ball erlaubt es dem Tormann nicht, erst zu springen, wenn er sicher weiß, wohin der Schütze zielt. Vielmehr muss der Torhüter aus den Bewegungen seines Gegenspielers, seiner Blickrichtung und dem Anlauf erschließen können, wohin er den Ball lenken wird. Dies sei durch langjähriges Training für einen Torwart erlernbar, sagt der Sportpsychologe.
Deutschland ade: Unternehmen verlagern Produktion, Verwaltung und Forschung in alle Welt – weil Schwellenländer wettbewerbsfähiger werden und Manager durch Herkunft und Werdegang so weltoffene wie nüchterne Kalkulierer sind wie keine Generation vor ihnen.
Lassen Sie sich von uns bei Ihrer Suche nach einer Trainee-Stelle helfen: Unser JobAgent findet für Sie alle diejenigen Trainee-Stellen, die zu Ihrem Studienabschluss passen. Jede Woche erhalten Sie eine individuelle Auswertung mit allen für Sie passenden Angeboten. Kostenlos!
Unternehmen aus Zukunftsberufsfeldern decken ihren Fachkräftebedarf am leichtesten in den drei Großstädten, während sie in München und Stuttgart händeringend danach suchen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Langzeitstudie von karriere.de.
Foto: G. Altmann/Pixelio
Über 350 Berufe jetzt in der karriere.de-Gehaltsdatenbank recherchieren:
Einstiegsgehälter, Profivergütungen, Gewinner und Verlierer:
• Wöchentlich erscheint der karriere.de- Newsletter mit den Themen der Woche aus den Bereichen Bewerbung, Unternehmen, Arbeitsrecht, Management, Gehalt, Studium, Weiterbildung und Arbeitsalltag.
• Monatlich erscheint der MBA-Newsletter mit den Trends und News aus dem Umfeld der Business Schools.
» Wenn Sie den karriere.de-Newsletter oder den MBA-Newsletter bestellen möchten, senden Sie uns eine E-Mail. Einfach hier klicken
Chancen und Risiken, Einstiegsoptionen, Perspektiven und gefragte Qualifikationen:
Die karriere.de-Analyse mit exklusiven Daten zu Stellenmarkt, Gehaltsentwicklung und Wettbewerb.