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Allgemein haben angehende Studenten auch nach Ende der Frist vier Möglichkeiten, doch noch an einen Studienplatz zu kommen.
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Studienplatz in letzter Minute

Frist verpasst – so kann's trotzdem noch klappen

Kerstin Dämon, wiwo.de
An vielen Unis ist die Bewerbungsfrist bereits abgelaufen. Noch gilt für Spätstarter: kein Grund zur Panik. Die Karriere lässt sich auch trotz verpasster Frist noch rechtzeitig starten.
"Ich habe die Frist für meinen nicht zulassungsbeschränkten Studiengang verpasst", erzählt Sarah. Nicht, weil sie es verbummelt hat. Sie lag mit einer dicken Grippe und Fieber im Bett. Deshalb habe sie ihr Abizeugnis nicht rechtzeitig wegschicken können.

Marc hat sich wegen familiärer Gründe zu spät für das Wintersemester 2017 bei der Uni gemeldet. Sein Vater ist gestorben und er hatte andere Dinge im Kopf, als den Stichtag der Hochschule. Und Christina habe schlicht "völlig übersehen, dass Gießen auch für zulassungsfreie Studiengänge eine Frist bis zum 15.7. hat." Dort wollte sie Jura studieren.

Frist versäumt – vier Optionen bleiben dann noch

Drei unterschiedliche Fälle, eine Gemeinsamkeit: das Versäumnis. Die angehenden Studenten fürchten, ein Semester warten zu müssen, um sich erneut an den Universitäten ihrer Wahl für ihr Wunschstudium einschreiben zu können. Denn bei vielen Unis ist die Frist bereits abgelaufen. 
 
"Hat der Bewerber die Frist schlichtweg versehentlich verstreichen lassen, sind die Chancen für eine nachträgliche Einschreibung – jedenfalls bei zulassungsbeschränkten Studiengängen – sehr gering", sagt ein Sprecher der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Zulassungsbeschränkt – also "mit NC" ist hier allerdings das Zauberwort.

Wer ein Fach studieren möchte, dass nicht oder nur regional zulassungsbeschränkt ist, hat nämlich nicht zwangsläufig Pech gehabt. Allgemein haben angehende Studenten auch nach Ende der Frist vier Möglichkeiten, doch noch an einen Studienplatz zu kommen.

Option eins: Woanders nach zulassungsfreien Studiengängen suchen

Insgesamt studieren in Deutschland derzeit rund 2,8 Millionen Menschen. Nicht an jeder Uni herrscht der gleiche Andrang und Fächer, die in Berlin völlig überlaufen sind, sind in Heidelberg vielleicht kaum nachgefragt. Für Studenten heißt das: Nur weil BWL an der HTW Berlin mit Numerus Clausus belegt ist und man sich entsprechend früh um einen Platz bewerben musste, heißt das nicht, dass der Traum von der Betriebswirtschaftslehre ausgeträumt ist. Andere (Fach-)Hochschulen, an denen der Andrang geringer ist, haben mitunter spätere Fristen. Wer sich beispielsweise für ein BWL-Studium an der FH-Münster entscheidet – hier ist BWL nicht zulassungsbeschränkt – hat mit der Bewerbung noch Zeit bis zum 15. August.

Dass eine Uni keinen NC erhebt, ist aber nicht automatisch Garant dafür, dass die Einschreibefrist später endet. BWL an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist beispielsweise nicht zulassungsbeschränkt und die Frist ist trotzdem am 15. Juli abgelaufen. An der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) müssen sich angehende Studierende zwischen dem 1. August und dem 29. September für das im Oktober beginnende Wintersemester einschreiben.

Flexibel sein und nach einer anderen Uni Ausschau halten

Für Abiturienten, die die Frist an ihrer Traum-Uni verpennt haben, heißt das: Wer flexibel ist und sich ein bisschen Arbeit macht, kann sich – je nach Hochschule – noch bis September für das kommende Wintersemester einschreiben.

Nur bei den Studiengängen, die bundesweit einen Numerus Clausus (NC) haben – Medizin, Tier- und Zahnmedizin sowie Pharmazie – sind die Fristen so gut wie überall abgelaufen. "Hier besteht gegebenenfalls lediglich die Möglichkeit sich im Rahmen eines Losverfahrens auf frei gebliebene Studienplätze zu bewerben", so der Sprecher der HRK.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel: Wer etwa an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) Medizin studieren will, kann sich im Hauptverfahren zwischen dem 14. und dem 23. August 2017 für einen Platz bewerben.
 

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