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Uni-Städte

Freiburg: Idylle pur

F. Schamoni
Die Lage der Uni steht symbolhaft für die Bedeutung, die sie für Freiburg einnimmt: Sie ist mit Abstand der größte Arbeitgeber der Stadt und Südbadens. Insgesamt 12.000 Menschen arbeiten daran, den Ruf der Universität als eine der wissenschaftlichen Hochburgen Deutschlands zu festigen.
Studieren im Schatten des Freiburger MünstersFoto: © rsester - Fotolia.com
In dieser Stadt muss man sich einfach wohl fühlen. Eingebettet zwischen Schwarzwald und dem malerischen Rheintal, ist die 1120 gegründete südbadische Metropole selbst ein Schmuckstück mittelalterlicher Baukunst. Mit ihren vielen verwinkelten Gassen, den romantischen Plätzen und den zahlreichen Wasserrinnsalen - den "Bächle" - hat es ein deutlich mediterranes Flair: Ein Hauch von Italien mitten in Südbaden. Das gilt auch für das Wetter: Die Region ist hinsichtlich der Sonnenstunden und Temperaturen in Deutschland Spitze.Im Zentrum der Stadt liegen die Hauptgebäude der 1457 gegründeten Albert-Ludwigs-Universität. Deren Lage steht symbolhaft für die Bedeutung, die sie für Freiburg einnimmt: Sie ist mit Abstand der größte Arbeitgeber der Stadt und Südbadens. Insgesamt 12.000 Menschen arbeiten daran, den Ruf der Universität als eine der wissenschaftlichen Hochburgen Deutschlands zu festigen.

Die besten Jobs von allen

Insgesamt sind die Studienbedingungen in Freiburg überdurchschnittlich gut. Als Düsseldorfer Germanistik-Student an überfüllte Seminare und schlechte personelle Ausstattung gewöhnt, kam mir auch in dieser Hinsicht Freiburg wie ein Paradies vor. In keiner einzigen Veranstaltung habe ich jemals mein Lager auf dem Fußboden aufschlagen müssen. Fast alle Fakultätsbibliotheken sind unter der Woche bis mindestens 20 Uhr geöffnet. Die Unibibliothek hält Wissbegierigen sogar bis 22 Uhr, Samstags bis 18 Uhr ihre Pforten offen - Vorteile einer traditionellen Universitätsstadt.Knapp 22.000 Studenten haben die Auswahl zwischen 65 Fächern, die an 15 Fakultäten gelehrt werden. Rechnet man die Studenten der Pädagogischen Hochschule, der Musikhochschule und der katholischen und evangelischen Fachhochschulen für Sozialwesen hinzu, leben in Freiburg rund 30.000 Studenten - fast ein Sechstel der 200.000 Einwohner. Unter ihnen befinden sich ca. 2.000 ausländische Studenten. Im Hochsommer wird es richtig international: Dann gesellen sich noch jede Menge Gaststudenten hinzu, die die im Juli und August angebotenen Sommer-Sprachkurse besuchen.Savoir VivreFreiburgs größtes Plus ist seine gemütliche und zugleich offene Atmosphäre. Vor allem im Sommer findet das Leben auf der Straße statt. Das alljährlich stattfindende Zelt-Musik-Festival oder das Passagenfest rund um das alternative Greter-Gelände sind nur zwei Beispiele aus einer Vielzahl von kulturellen Outdoor-Veranstaltungen. Gastronomisch gesehen ist der Schlossberg-Biergarten besonders attraktiv: Angesiedelt auf den Überbleibseln einer von den französischen Besatzern im 17. Jahrhundert errichteten Festungsanlage, bietet er vor allem nachts einen tollen Blick über die Stadt.Wer noch höher hinaus will, sollte die Kagan-Bar aufsuchen. Angesiedelt im 16. Stockwerk eines der Hochhäuser des neu erbauten Freiburger Hauptbahnhofes, ermöglicht der vollverglaste Raum einen grandiosen Rundum-Blick über die Region: Vor allem der Anblick der untergehenden Sonne über den Vogesen ist ein Naturerlebnis par excellence. Abends verwandelt sich die Bar dann in einen hippen Club. Nach den Plänen des amerikanischen Stararchitekten Kagan im schlichten Stil der 60er Jahre eingerichtet, bringt es einen Hauch Weltstadt in den Schwarzwald.
 

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