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MBA-Gebühren

Exzellente Ausbildung kostet

Stefani Hergert
Viele Business-Schools erhöhen ihre Studiengebühren alle zwölf Monate um ein paar Tausend Euro. Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht.
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Foto: IMB Institute of Management Berlin

Weltniveau – bei den Preisen

Nach ihrem rasanten Aufstieg in den vergangenen zehn Jahren sind europäische Business-Schools auf Weltniveau angekommen – auch bei den Preisen. Doch im Gegensatz zur Konkurrenz aus den USA und Asien halten sich die Anbieter auf dem Kontinent und in Großbritannien mit Preiserhöhungen noch zurück. Das zeigt eine Handelsblatt-Umfrage unter rund 30 internationalen Business-Schools.

Circa 13 bis 22 Prozent mehr haben US-Anbieter seit 2008 für den MBA verlangt, bis zu 55 Prozent die jungen asiatischen Schulen. Viele Europäer hingegen sind bei den Preiserhöhungen im einstelligen Bereich geblieben.

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In der Branche gilt es als völlig normal, dass die Programmgebühren für Vollzeitprogramme mit dem Abschluss „Master of Business Administration“ (MBA) und berufsbegleitende Studien für erfahrene Führungskräfte zum Executive MBA (EMBA) jedes Jahr teurer werden.

In Asien ziehen die Preise am stärksten an, weil das Preisniveau insgesamt vergleichsweise niedrig ist. „Wir sind in Asien bei der Hälfte der üblichen Gebühren in Europa oder den USA“, sagt Arnoud de Meyer, Präsident der Singapore Management University. „Aber mit der Dollar- Schwäche kommen wir näher heran.“

Nachfrage bestimmt den Kurs

Vor allem junge Programme erhöhen ihre Studiengebühren besonders stark. Die Hong Kong UST Business School (HKUST) beispielsweise, die in der Rangliste der „Financial Times“ schon bis auf Platz sechs gestiegen ist, hat ihre Gebühren seit 2008 um mehr als 55 Prozent angehoben. Auch an der Ceibs in Schanghai sind es etwas mehr als 40 Prozent.

Kein Wunder: Je besser der Ruf der Institute wird, und je weiter sie in den internationalen Ranglisten aufsteigen, desto mehr Bewerber und auch Arbeitgeber werden auf sie und ihre Absolventen aufmerksam. Höhere Preise können sie dann problemlos verlangen.

 

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