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Interview Thomas Sattelberger

Europäische Business-Schools müssen den Aufstand proben

Die MBA-Anbieter sollten den Diskurs in der Gesellschaft mitgestalten und etwas zur Kapitalismus-Debatte beitragen, fordert Thomas Sattelberger, Personalvorstand der Telekom und Vizepräsident des Hochschul-Netzwerks EFMD.

Foto: Antonio Gravante/ Fotolia

Dass Business-Schools sich ändern müssen, scheint unter Dekanen einhellige Meinung zu sein. Nur niemand weiß so recht wie.

Dafür müssen die Business-Schools zuerst einmal klären, wer sie und was sie künftig sein wollen und wofür sie stehen wollen. Wollen sie selbst moralische Institutionen werden oder – wie heute oft – schlicht Finanzwissen für einen Job in einer der großen Investmentbanken vermitteln?

Wahrscheinlich werden wir künftig Cluster von Business-Schools sehen: Von Trainingsmaschinen für den Finanzkapitalismus bis hin zu Schulen von Managementphilosophien. 

Die besten Jobs von allen
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Business-Schools sind für die Unis, denen sie angehören, zur Cash-Cow verkommen, bemängeln die Dekane. Reicht das? 

Telekom Vorstandsmitglied Personal Thomas SattelbergerFoto: Telekom
Sie müssen Klarheit schaffen, ob sie normativen Raum in Forschung, Lehre und Problemlösung schaffen wollen. Gute Business-Schools müssen neue moralische Institutionen in der Zivilgesellschaft werden, die nicht nur im Sinne des Hippokratischen Eides den Studierenden Ethik und Moral vermitteln, sondern die den moralischen Diskurs in der Gesellschaft mitgestalten und eigene Nachhaltigkeitslösungen entwickeln.



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