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Deutschlandstipendium meldet endlich Erfolge
Foto: BMBF
Studentenförderung

Endlich Erfolge fürs Deutschlandstipendium

Kerstin Dämon, wiwo.de
Nach einem Jahr voller Kritik wegen schlechter Planung füllt sich das junge Deutschlandstipendium langsam mit Leben: 10.977 Studierende werden 2012 gefördert. Damit hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.
Mit Krawatte am DJ-Pult, die eine Hand am Plattenteller, die andere am Kopfhörer – so sieht es aus, wenn Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Goethe-Universität Frankfurt, die Werbetrommel fürs Deutschlandstipendium rührt. In einer Frankfurter Diskothek legt der gebürtige Österreicher regelmäßig seine liebsten Hits aus der Heimat auf.

Mit seinem ungewöhnlichen Engagement begeistert der Professor für Pharmazeutische Chemie nicht nur das Publikum, er verfolgt auch eine Herzensangelegenheit: "Ich wünsche mir, dass es gelingt, das Deutschlandstipendium sowohl finanziell als auch ideell auszubauen. In fünf Jahren möchte ich, dass tausend Studierende ein solches Stipendium bei uns erhalten."

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Nur zu gut weiß der 51-Jährige, wie wichtig es ist, dem neuen Programm ein Gesicht zu geben und damit seine Bekanntheit zu steigern. Das Stipendium dürfe sich nicht nur auf eine monatliche Kontobewegung beschränken, vor allem der ideelle Austausch trage zum Erfolg bei.

Drei Viertel aller Hochschulen machen mit

Daher begleiten Hochschulen wie die Goethe-Universität Frankfurt oder die Hochschule Niederrhein in Krefeld das Modell mit Projekten, Veranstaltungen und Aktionen, die Förderer, Stipendiatinnen und Stipendiaten regelmäßig zusammenbringen

Bund und private Mittelgeber, die von den Hochschulen geworben werden müssen, übernehmen jeweils die Hälfte des Stipendienbetrags von 300 Euro pro Monat.

Nach Einführung des Stipendiums durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im vergangenen Jahr nutzten bereits zu Beginn des Wintersemesters 2011/2012 rund drei Viertel der 388 Hochschulen in Deutschland das neue Instrument zur Förderung von Studenten.

Bürgerliches Engagement

Rund die Hälfte der teilnehmenden Hochschulen haben ihre Höchstförderquote für 2011 in Höhe von 0,45 Prozent voll ausgeschöpft und einige Universitäten wie beispielsweise die RWTH Aachen haben deutlich mehr Stipendien geworben, als sie vergeben konnten.

Insgesamt haben die Hochschulen im letzten Jahr Fördermittel für 5551 Deutschlandstipendien eingeworben; es wurden damit über zehn Millionen Euro an privaten Mitteln für Stipendien mobilisiert. Während des ersten Jahres des Deutschlandstipendiums kamen über private Geldgeber  nur rund 3,4 Millionen Euro zusammen.

Nach den Worten der Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat sich das Deutschlandstipendium als "wirksamer Anreiz für bürgerschaftliches Engagement im Bildungsbereich erwiesen". Einer der namhaften Förderer des Stipendiums ist beispielsweise der Baukonzern Bilfinger, der begabte Studenten an insgesamt 17 Hochschulstandorten unterstützt

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