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Spitzenförderung für elf Universitäten
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Exzellenzstrategie für Hochschulen

Elf mal Elite

Teil 2

Damit sei auch die von Hamburg geforderte "Dynamik" im System gewährleistet. Wanka räumte ein, sie hätte auch mit weniger Exzellenz-Unis als elf leben können. "Das Gesamtpaket war wichtig."

Nun gebe es die realistische Chance, dass die deutsche Hochschulforschung auch international "in die Weltklasse" aufrücke.

Dauerhafte Professuren

Das Förderprojekt für den wissenschaftlichen Nachwuchs soll von 2017 bis 2032 laufen und mit insgesamt rund einer Milliarde Euro ausgestattet sein. Es stellt sicher, dass bundesweit 1000 sogenannte Tenure-Track-Professuren entstehen, die nach Auslaufen des Programms in 15 Jahren von den Ländern dauerhaft weiterfinanziert würden.

In dem in den USA schon länger üblichen Tenure-Track-Verfahren qualifizieren sich Promovierte für eine Lebenszeit-Professur. Erreichen sie die mit der Uni vereinbarten Ziele in Forschung und Lehre, wird ihre Stelle nach etwa sechs Jahren entfristet.

Auch kleine Unis profitieren

Neben der Exzellenzförderung sollen in einer zweiten Initiative zwischen 2018 und 2027 kleine und mittelgroße Universitäten sowie Fachhochschulen mit 550 Millionen Euro bezuschusst werden. Ihre Arbeit muss für Wirtschaft oder Gesellschaft besonders relevant sein, entscheidend sind Kooperationen und Transfer.

Das Programm "Innovative Hochschule" hatte Wanka im Gezerre um die Exzellenzinitiative ins Spiel gebracht – um auch einen bisher oft im Schatten stehenden Wissenschaftssektor langfristig zu fördern.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de
Dieser Artikel ist erschienen am 22.06.2016
 

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